"Atlas der wahren Namen": Dolce Vita im Kälberland

"Atlas der wahren Namen": Dolce Vita im Kälberland

Kennen Sie Tosebachdorf? Wirklich nicht? Aber die Königsallee ist Ihnen sicher ein Begriff. Die liegt nämlich mitten drin. Tosebachdorf ist nichts anderes, als die Übersetzung von Düsseldorf. Im "Atlas der wahren Namen" werden geographische Bezeichnungen ins Deutsche übersetzt.

Tosebachdorf - das klingt mystisch, irgendwie nach Tolkien. Dagegen müssen sich die Bewohner Kölns mit der eher unspektakulären Übersetzung "Niederlassung" zufrieden geben.

Eine Reise ins Kälberland kann Spaß machen, wenn man dolce vita und Pasta mag. Übersetzt heißt das nämlich Italien. Freunde heimischer Teigwaren sollten dagegen einen Ausflug nach "Stutengarten" unternehmen. In Stuttgart gibt es nämlich die besten Spätzle der Welt.

Steuerhinterzieher müssen sich dagegen ein anderes Synonym für die Heimat ihrer schwarzen Konten überlegen. Der Begriff "Leuchtenstein" verrät dann doch zu schnell, welcher Staat gemeint ist.

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Für Freunde der Sprache und der Geographie ist der Atlas aus dem Hause Kalimedia, einem Zwei-Mann-Verlag, eine wahre Freude. Die Herausgeber haben sich für zwei Versionen entschieden. Einmal gibt es die Faltkarte speziell für Europa, eine zweite Karte bildet die ganze Welt ab. Auf der Rückseite befinden sich jeweils die Übersetzungen ins Deutsche.

Entstanden ist der Atlas übrigens in "Die Liebliche", Verzeihung, in Lübeck und ist bei www.kalimedia.de erhältlich.

(born)
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