Deutscher Wetterdienst: NRW war 2017 das zweitwärmste Bundesland

Bilanz: NRW war 2017 das zweitwärmste Bundesland

Der Trend der vergangenen Jahre setzt sich fort: Auch das Jahr 2017 gehört in Deutschland zu den wärmsten seit Beginn der Wettermessungen. Nordrhein-Westfalen war das zweitwärmste Bundesland.

Für Nordrhein-Westfalen errechneten die Meteorologen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) eine Durchschnittstemperatur von 10,3 Grad Celsius. NRW war damit das zweitwärmste Bundesland. Sonnenstunden gab es hierzulande 1440 und damit 20 mehr als das Soll.

Der Dezember aber war nach 1993 der sonnenärmste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1951. Beim Niederschlag lag Nordrhein-Westfalen bei 875 Liter pro Quadratmeter, das liegt laut Meteorologen genau im Soll.

2017 zählt zu den acht wärmsten Jahren seit 1881

Im bundesweiten Schnitt habe die Temperatur mit 9,6 Grad Celsius um 1,4 Grad über dem langjährigen und international gültigen Vergleichswert (1961 bis 1990) gelegen, berichtete der DWD am Freitag in Offenbach. Im Vergleich zum Zeitraum 1981 bis 2010 sei es eine Abweichung von plus 0,7 Grad.

2017 zählt damit zu den acht wärmsten Jahren seit Beginn der regelmäßigen Messungen 1881, wie der DWD weiter mitteilte. Damit setzte sich der Trend der vergangenen Jahre fort. Nur zweimal sei es in den vergangenen 30 Jahren zu kalt gewesen, berichtet der Deutsche Wetterdienst.

  • Hitzewelle in Deutschland : Bis zu 38 Grad und große Waldbrandgefahr zum Sommeranfang

Die tiefste Temperatur des Jahres wurde am 7. Januar mit minus 26,3 Grad im bayerischen Reit im Winkl registriert. Der Höchstwert wurde vom DWD am 22. Juni mit plus 37,2 Grad auf dem Petrisberg in Trier (Rheinland-Pfalz) gemessen.

Unbeständiges Wetter mit Hitzewellen und Orkanen

Insgesamt sei 2017 geprägt gewesen von Unbeständigkeit und Wetterextreme wie Hitzewellen und Orkanen, erklärten die Meteorologen des DWD und nannten ein Beispiel: Auf den wärmsten März seit Messbeginn 1881 sei ein April gefolgt mit einem Temperatursturz, "der sich katastrophal auf die schon sehr weit fortgeschrittene Vegetation auswirkte".

Im Mai verzeichnete der Wetterdienst dann bereits die erste Hitzewelle. Im Herbst wüteten schließlich in Deutschland die Orkane "Xavier" und "Herwart", durch die auch mehrere Menschen ums Leben kamen.

Ausgewertet wurden Daten von rund 2000 Messstationen des Deutschen Wetterdienstes.

(wer)