World Business Dialogue: Wie man einen Kongress organisiert

World Business Dialogue : Wie man einen Kongress organisiert

Ein Jahr Vorbereitung: Studenten der Uni Köln veranstalten den World Business Dialogue.

Ann-Christin Klein ist sich sicher, dass sie in ihrem Studium bisher noch nicht so viel gelernt hat wie in dem einen Praxisjahr, das sie sich freigenommen hat. In diesem Jahr hat die Kölner Volkswirtschaftsstudentin nämlich als Geschäftsführerin des Organisationsforums Wirtschaftskongress (OFW) den 19. World Business Dialogue geplant.

Die Veranstaltung war ein voller Erfolg: Über 300 Studierende aus der ganzen Welt kamen Mitte März nach Köln, um über die wirtschaftliche Lage zu sprechen und mit führenden Unternehmern zu diskutieren.

Damit der Kongress so reibungslos über die Bühne gehen konnte, wurde er von 29 Studenten ein Jahr lang vorbereitet und während der Veranstaltungstage von 180 ehrenamtlichen Helfern betreut. In sieben Teams wurden unter anderem Sponsoren akquiriert und Firmenchefs für die Vorträge angeworben.

Das Besondere an der Organisation des World Business Dialogue ist, dass das Team jedes Jahr neu zusammengestellt wird. Wer einmal im sogenannten Kern-Team mitgewirkt hat, kann im darauf folgenden Jahr in die Geschäftsführung wechseln.

Ann-Christin hat genau diesen Weg gewählt. "Ich wäre nirgendwo anders mit 19 schon Geschäftsführerin geworden", ist sich die Studentin sicher. Wie viel sie im vergangenen Jahr gelernt hat, kann die 20-Jährige kaum in Worte fassen. "Man lernt sich selbst besser kennen. Es fällt einem leichter, mit Konflikten und Stress umzugehen", meint Ann-Christin.

Wer sich dafür entscheidet, beim Wirtschaftskongress mitzuwirken, kann dadurch sogar Kreditpunkte für sein Studium sammeln. Durch den engen Kontakt zu großen national und international agierenden Unternehmen lohnt sich das Engagement aber auch so.

"Alumni stellen gerne Absolventen ein, die den World Business Dialogue ebenfalls mitorganisiert haben. Sie wissen nämlich, wie viel man hier lernt. Gegenüber anderen Bewerbern hat man so einen kleinen Vorsprung", sagt Ann-Christin.

Da das Publikum aus der ganzen Welt anreist, können auf der Veranstaltung interessante Kontakte geknüpft werden. Auch von Unternehmerseite her lohnt sich der Kongress. "Es ist interessant, mit den jungen Leuten ins Gespräch zu kommen und zu sehen, was sie so denken", meinte Oliver Burda, Deputy CEO bei der Santander Consumer Bank AG, der im März als Redner bei der Veranstaltung dabei war.

2017 findet der World Business Dialogue zum 20. Mal statt. Ihr Team stellen die Leiter in den kommenden Wochen zusammen.

Wer Teil des Teams werden will, meldet sich per Mail an join@ofw.de

(RP)
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