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Mit einem Erasmus-Stipendium kann man im Ausland studieren

Kolumne Studentenleben : Mit Erasmus nach Amsterdam

Unser Autor hat ein Stipendium für einen Studienplatz in Amsterdam bekommen. Über das Erasmus-Programm und die Vorfreude auf einen neuen Studienabschnitt in der Grachtenstadt.

Obwohl ich mich nun langsam an das wiederauflebende, präsentische Unileben in Düsseldorf gewöhnt haben, werde ich dieses bald schon wieder verlassen. Im Februar geht es für mich für ein aufregendes und auf jeden Fall erlebnisreiches Sommersemester 2022 in die niederländische Grachtenstadt Amsterdam. Bereits im Frühjahr dieses Jahres habe ich mich für einen Erasmus+- Austauschplatz an der Heinrich-Heine-Universität für die Universiteit van Amsterdam beworben. Ein paar Monate später durfte ich mich über eine Zusage freuen. Bei Erasmus+ handelt es sich um ein Förderprogramm der Europäischen Union, welches europäische Studierenden bei ihren Auslandsaufenthalten an anderen europäischen Universitäten unterstützt. Die Grundidee ist dabei, dass sich die Institute an den jeweiligen Universitäten in der EU miteinander vernetzen und so zu Partnerunis beziehungsweise Partnerinstituten werden. So kooperiert zum Beispiel das Institut für Sprache und Information an der Düsseldorfer Uni mit dem Institut Linguistics in Amsterdam. Das heißt, dass sich zu Beginn jedes Semesters die Studierenden eines Institutes auf eine abgestimmte Anzahl an Austauschplätzen bei der jeweils anderen Universität bewerben können. Wenn die Bewerbung erfolgreich ist, erhält man einen festen Platz an der Austauschuni, die teilweise recht hohen Studienkosten für diese entfallen für ihn, und er wird zusätzlich mit einem Stipendium finanziell unterstützt.

Ich darf mich also nun über ein Erasmus+-Auslandsstipendium an der Universität van Amsterdam freuen. Los geht es für mich im Februar 2022. Mittlerweile konnte ich mir auch schon einen Wohnheimplatz in Amsterdam sichern. Vierzehn gemütliche Quadratmeter, ein eigenes Badezimmer, die Küche geteilt mit sieben anderen Studierenden und ein großer Fahrradkeller. Bis zur Uni sind es 15 Minuten mit dem Fahrrad und 25 mit der Bahn. Generell ist das Fahrrad das effizienteste und auch meistgenutzte Verkehrsmittel in Amsterdam. Aber wie ich in Erfahrungsberichten von anderen Studierenden gelesen habe, sollte man sein Rad immer ordentlich abschließen, da es sonst geklaut wird oder man in den Grachten danach angeln muss.

So plane ich derzeit aufgeregt meinen Auslandsaufenthalt, stelle meinen Stundenplan zusammen, berechne mir die kürzesten Fahrradstecken und überlege, wie viele Koffer und Gepäck man eigentlich mit der Bahn transportieren kann. Auch wenn ich noch ein bisschen Angst vor dieser für mich doch recht großen Veränderung habe, freue ich mich schon, in meiner nächsten Kolumne davon zu berichten. Die werde ich dann vielleicht in einem kleinen Café am Rande einer Gracht in der Amsterdamer Altstadt schreiben.