Wichtige Entdeckung für Dürregebiete in Afrika: Botaniker entdecken Pflanzen-Gen gegen Trockenheit

Wichtige Entdeckung für Dürregebiete in Afrika : Botaniker entdecken Pflanzen-Gen gegen Trockenheit

Bonn (rpo). Die Entdeckung kommt bei den derzeitigen Temperaturen gerade recht. Ein Botaniker-Team der Universität Bonn hat eine Gen bei Pflanzen identifiziert, das diese resistenter gegen Wassermangel macht.

Das Gen zum Schutz vor Trockenheit fanden die Forscher in den Erbanlagen der südafrikanischen Wiederauferstehungspflanze, sagte Andrea Ditzer vom Botanischen Institut am Mittwoch in Bonn.

Dieses Dürre-Gen schützt die Pflanze vor Giften, die in ihrem Inneren während einer Trockenperiode entstehen. Die Forscher brachten dieses Gen in die heimische Ackerschmalwand ein.

Ergebnis: Die genetisch veränderten Pflanzen waren in einem Versuch erst nach 16 Tagen ohne Wasser komplett vertrocknet. Die Wildpflanzen überlebten dagegen nur 12 Tage. Die neuen Pflanzen vertrugen auch eine erhöhte Salzkonzentration im Boden besser.

Langfristig können die Ergebnisse nach Ansicht der Bonner Wissenschaftler zur Entwicklung von trockenresistenten Weizen- oder Sojasorten beitragen. In den Dürregebieten Afrikas könnten solche veränderten Pflanzen besser gedeihen. Angesichts der anhaltenden Hitze wären diese Sorten vielleicht in Zukunft auch für deutsche Bauern interessant, sagte Ditzer.

Weltweit arbeiten Forscher an Pflanzen die Hitze und Wassermangel gut ertragen können. So stellten Forscher in Mexiko eine Ackerschmalwand her, die sich nach Trockenheit ungewöhnlich gut erholt. Die Bonner Ergebnisse wurden im Journal "The Plant Journal" veröffentlicht (Band 35, S. 452).

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