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Hochschulen: Über 60.000 ausländische Studierende in NRW

Hochschulen : Über 60.000 ausländische Studierende in NRW

Düsseldorf (rpo). Von den 458.300 Studentinnen und Studenten, die im Wintersemester 2004/05 an den nordrhein-westfälischen Hochschulen immatrikuliert waren, besaß knapp ein Siebtel (61.600) eine ausländische Staatsangehörigkeit.

Wie das Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik mitteilt, waren 19.200 von ihnen so genannte "Bildungsinländer", also Studierende mit ausländischem Pass, die ihre Hochschulzugangsberechtigung in Deutschland erworben haben (z. B. Kinder von Arbeitsmigranten).

Unter den "Bildungsinländern" stellten türkische (6.200), griechische (1.200), und italienische (900) Studierende die größten Staatsangehörigkeitsgruppen.

Bezogen auf die Gesamtheit der Studentinnen und Studenten mit ausländischem Pass stellten ebenfalls türkische Staatsbürger die größte Gruppe (8.100), gefolgt von chinesischen (6.300), marokkanischen (3.700) sowie bulgarischen und polnischen Staatsbürgern (je 2.700).

Im Vergleich zum Wintersemester 2003/04 nahm die Zahl aller ausländischen Studierenden um 3.400 ab, was auf die Einführung der Studienkonten im Sommersemester 2004 zurückzuführen sein dürfte. Gegenüber dem Wintersemester 1994/95 (damals: 40.700) hat sie sich allerdings um über 50 Prozent erhöht.

Mehr als ein Viertel (28,9 Prozent) aller ausländischen Studierenden belegte im WS 2004/05 ein Fach in der Fächergruppe Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Stark gefragt waren auch die Fächergruppen Ingenieurwissenschaften (23,1 Prozent) und Sprach- und Kulturwissenschaften (20,1 Prozent).