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Statistik: Drei Prozent mehr Hochschulabschlüsse 2019

„Langfristiger Trend“ : Drei Prozent mehr Hochschulabschlüsse in vergangenem Jahr

Die Zahl der Hochschulabschlüsse ist in Deutschland im vergangenen Jahr um drei Prozent gestiegen. Das teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Der Trend steigender Absolventenzahlen sei demnach seit 2001 zu beobachten.

Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte, erwarben im Prüfungsjahr 2019, also im Wintersemester 2018/2019 und im Sommersemester 2019, etwa 512.000 Absolventen einen Abschluss an deutschen Hochschulen. Im Vorjahr 2018 waren es demnach 499.000 gewesen.

Die Entwicklung liege im langfristigen Trend steigender Absolventenzahlen, der seit 2001 zu beobachten sei, erklärten die Statistiker. Lediglich im Jahr 2018 sei die Zahl der Hochschulabschlüsse gegenüber dem Vorjahr vorübergehend leicht um ein Prozent gesunken.

40 Prozent der Abschlüsse wurden den Angaben zufolge im vergangenen Jahr in der Fächergruppe der Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften erworben. 26 Prozent entfielen auf Ingenieurwissenschaften, elf Prozent auf Mathematik und Naturwissenschaften sowie zehn Prozent auf Geisteswissenschaften.

In Humanmedizin oder Gesundheitswissenschaften erreichten sieben Prozent der Absolventen ihren Abschluss. Die restlichen sieben Prozent entfielen auf die übrigen Gruppen der Sport, Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften, der Veterinärmedizin sowie der Kunst und Kunstwissenschaft.

Knapp jedes zweite Examen führte im Prüfungsjahr 2019 zu einem Bachelorabschluss. Dies waren 254.100 Abschlüsse, wobei das Lehramt nicht mitgerechnet wurde. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Bachelorabschlüsse um drei Prozent. Auch die Zahl der Masterabschlüsse stieg um drei Prozent auf 145.000.

Die Zahl der Lehramtsprüfungen stieg um zwei Prozent auf 46.500, die der herkömmlichen universitären Abschlüsse um drei Prozent auf 31.000. Bei Promotionen wurde ein Anstieg um drei Prozent auf 28.700 verzeichnet, bei herkömmlichen Fachhochschulabschlüssen hingegen ein Rückgang um sechs Prozent auf 6800.

(ahar/AFP)