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Zu wenige Junglehrer: NRW-Lehrer älter als vor zehn Jahren

Zu wenige Junglehrer : NRW-Lehrer älter als vor zehn Jahren

Düsseldorf (rpo). Das Durchschnittsalter der Lehrer in Nordrhein-Westfalen ist in den vergangenen zehn Jahren gestiegen. Gymnasien hatten im Schuljahr 2003/04 mit einem Durchschnittsalter von 49 Jahren die ältesten Kollegien bei den allgemeinbildenden Schulen. Im Vergleich dazu lag der Schnitt im Schuljahr 1994/95 bei 46 Jahren. Dies geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der FDP-Landtagsfraktion hervor.

Düsseldorf (rpo). Das Durchschnittsalter der Lehrer in Nordrhein-Westfalen ist in den vergangenen zehn Jahren gestiegen. Gymnasien hatten im Schuljahr 2003/04 mit einem Durchschnittsalter von 49 Jahren die ältesten Kollegien bei den allgemeinbildenden Schulen. Im Vergleich dazu lag der Schnitt im Schuljahr 1994/95 bei 46 Jahren. Dies geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der FDP-Landtagsfraktion hervor.

An Gesamtschulen seien die Lehrer mit 46 Jahren im Schnitt am jüngsten. Zehn Jahre zuvor lag der Altersdurchschnitt allerdings bei rund 42 Jahren. Damit war der Anstieg mit 4,3 Jahren an dieser Schulform am stärksten. An den Grundschulen stieg der Altersdurchschnitt um ein Jahr auf 46,7, an den Realschulen um 0,6 auf 46,5 und an den Hauptschulen um 1,5 Jahre auf 48,6 Jahre.

Grund für den Anstieg seien unterlassene Neueinstellungen von Junglehrern, kritisierte der bildungspolitische Sprecher der FDP, Ralf Witzel. Seit Amtsantritt der rot-grünen Landesregierung vor knapp zehn Jahren habe sich damit der Bildungsnotstand in NRW verschärft. Trotz steigender Schülerzahlen und zusätzlicher Aufgaben habe es auch in diesem Herbst in vier der fünf Regierungsbezirke weniger Lehrerneueinstellungen als im Schuljahr zuvor gegeben. In Münster sei der Einstellungsrückgang am größten.

Zudem sei an allen Schulformen die Schüler-Lehrer-Relation im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Knapp 350 eingestellte Kräfte verfügten dabei nicht einmal über eine Lehrerausbildung. Zu den Mangelfächern gehörten insbesondere Englisch, Mathematik, Latein, Physik und Informatik, für die es nicht genügend qualifizierte Lehrkräfte in NRW gibt. Diese Zahlen seien alarmierend.

(afp)