Mehr Krankmeldungen

Die Zahl der Krankmeldungen hat 2011 den höchsten Stand seit 15 Jahren erreicht. Der Krankenstand aller Arbeitnehmer stieg auf 3,6 Prozent (2010: 3,4 Prozent), wie aus dem am Dienstag in Berlin veröffentlichten Gesundheitsreport der Krankenkasse DAK hervorgeht. Sorge bereitet den Experten dabei die Zunahme bei psychischen Erkrankungen. Die DAK wertete die Krankschreibungen von 2,4 Millionen erwerbstätigen Versicherten aus. Demnach war ein DAK-Versicherter im vergangenen Jahr durchschnittlich 13,2 Kalendertage (2010: 12,5 Tage) krankgeschrieben. Annähernd so hoch wie 2011 war der Krankheitsstand nur in den Jahren von 1999 bis 2003, als er je bei 3,5 Prozent lag.

Die Zunahme der Krankmeldungen bestätigt auch Techniker Krankenkasse (TK), die die Daten ihrer rund 3,5 Millionen Versicherter ausgewertet hat. Demnach waren im Jahr 2011 TK-Versicherte durchschnittlich 13 Tage krankgeschrieben, wie die Kasse in Hamburg mitteilte. Das sind 0,7 Tage oder 6,3 Prozent mehr als 2010. Insgesamt erreichte der Krankenstand damit 3,6 Prozent. Im Jahr zuvor war er nahezu unverändert geblieben. Die Zahl der diagnostizierten psychischen Erkrankungen sei erneut um knapp neun Prozent gestiegen, sagte eine Sprecherin. Aber auch bei Infektions- und Atemwegskrankheiten verzeichnete die TK deutliche Zuwächse von 7,7 und 6,6 Prozent. Berücksichtigt wurden bei den Daten alle TK-versicherten Erwerbstätigen, dazu gehören Berufstätige und Bezieher von Arbeitslosengeld.

(RP)