Mehr Disziplin und strengere Kleiderordnung verlangt: Lemke: Schüler sind unhöflich, unpünktlich, schlampig

Mehr Disziplin und strengere Kleiderordnung verlangt : Lemke: Schüler sind unhöflich, unpünktlich, schlampig

Hamburg (rpo). Unhöflich, unpünktlich, schlampig - Bremens Bildungssenator Willi Lemke geht mit deutschen Schülerinnen und Schülern hart ins Gericht. Er fordert in der "Bild"-Zeitung am Montag wieder mehr Disziplin an deutschen Schulen.

"Unsere Schüler brauchen Regeln und Grenzen. Sie müssen sich wieder höflicher, respektvoller verhalten", verlangte der SPD-Politiker in der "Bild"-Zeitung (Montagausgabe). Viele Schüler wüssten nicht mehr zu schätzen, welche Anstrengungen Eltern und Lehrer unternähmen, um ihnen Wissen, Erziehung und gutes Benehmen beizubringen.

Lemke appellierte an die Schüler: "Seht Euch an, was Eure Eltern und Großeltern aus diesem Land gemacht haben. Darauf könnt Ihr stolz sein." Aber es verlange auch die Leistung und Mitarbeit der Schüler: "Ihr müsst Euch anstrengen und es Euch verdienen."

Der SPD-Politiker kündigte an, künftig mit Bußgeldern für Eltern gegen das Schuleschwänzen vor Ferienbeginn vorgehen zu wollen. Zu viele Schüler verabschiedeten sich schon Tage vor Ende des Schuljahres, um früher in die Ferien zu fahren. "Dagegen müssen wir viel konsequenter vorgehen, teils auch mit Geldstrafen", sagte Lemke.

Der Bildungssenator plädierte zugleich für eine strengere Kleiderordnung an den Schulen: "Es gibt Sexbomben an unseren Schulen. Da möchte ich nicht Junglehrer sein." Reizwäsche passe vielleicht in die Discothek oder in die Badeanstalt. "Aber im Klassenzimmer sollen sich die Mädchen ordentlich anziehen", verlangte Lemke.