Isolierer benötigt

Rohrleitungen dürfen im Winter nicht einfrieren, Lebensmittel müssen im Sommer kühl lagern und Lärm soll draußen bleiben. Dafür sorgen Isolierer. Wer sich dazu ausbilden lassen will, braucht einen guten Hauptschulabschluss, handwerkliches Geschick technisches Verständnis, räumliches Sehen sowie Kenntnisse in Mathematik, Physik und Chemie. Zudem ist körperliche Belastbarkeit eine Voraussetzung.

Es gibt verschiedene Ausrichtungen des Berufs: Im Handwerk wird innerhalb von drei Jahren zum Wärme-, Kälte- und Schallschutzisolierer (WKS-Isolierer) ausgebildet. Und es gibt den Industrie-Isolierer in zweifacher Ausrichtung: Isolierfacharbeiter ist man nach zweijähriger Ausbildung, Industrieisolierer nach drei Jahren. Der Isolierfacharbeiter erlernt die eher einfacheren Dämmmaßnahmen, er ummantelt etwa Rohrleitungen. Der Industrie-Isolierer erledigt auch organisatorische Dinge. So plant er etwa die Arbeitsabläufe auf der Baustelle.

Isolierer werden überall benötigt. Helmut Bramann vom Hauptverband der Deutschen Bauindustrie in Berlin beurteilt die Berufsaussichten als "sehr gut". "Denn die Energiekosten steigen und werden vermutlich nie wieder fallen. Vernünftige Isolierungen sind der Weg, um Energie und Kosten zu sparen. Darum werden Isolierer immer mehr gebraucht." Trotz guter Chancen auf dem Arbeitsmarkt leiden die Industrie-Isolierer unter Nachwuchsmangel: bundesweit gibt es nur etwa 500 Azubis in der dualen Ausbildung, darunter drei Frauen.

Zu den Projekten großer Isolierfirmen gehören Kraftwerke, Industrieanlagen, Gebäude und Schiffe. Zu den Projekten gehört aber auch der Innenausbau von Flughäfen oder die Brandschutz-Isolierungen auf Offshore-Anlagen.

(RP)