Nur süddeutsche Hochschulen ausgewhält: In München und Karlsruhe stehen die Elite-Unis

Nur süddeutsche Hochschulen ausgewhält: In München und Karlsruhe stehen die Elite-Unis

Bonn (rpo). Nur drei deutsche Universitäten haben es als so genannte Elitehochschulen in die Exzellenzinitiative von Bund und Ländern geschafft: die Technische Universität München, die Ludwig-Maximilians-Universität München und die Technische Universität Karlsruhe. In der Kommission, die über die Eliteförderung entscheidet, kam es deshalb offenbar zu einem Eklat.

Die Technische Universität München, die Ludwig-Maximilians-Universität München und die Technische Universität Karlsruhe sind zu den ersten deutschen Eliteuniversitäten gekürt worden. Das teilte die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) teilte am Freitag in Bonn mit. Die Sieger der Förderlinie "Zukunftskonzepte" in der ersten Runde der so genannten Exzellenzinitiative sollen bis 2011 mit durchschnittlich rund 21 Millionen Euro pro Jahr gefördert werden.

Insgesamt wollen Bund und Länder in der Initiative den Ausbau der Spitzenforschung für fünf Jahre mit insgesamt 1,9 Milliarden Euro fördern. Neben den Siegern im Wettbewerb der Eliteuniversitäten wurde auch die Förderung von 18 Graduiertenschulen und 17 so genannten Exzellenzclustern bekanntgegeben.

Im Bewilligungsausschuss saßen 26 wissenschaftliche Mitglieder der gemeinsamen Kommission von Wissenschaftsrat und DFG, Bundesbildungsministerin Annette Schavan und die 16 Wissenschaftsminister der Länder. Berichten zufolge gab es während der Schlussberatungen schwere Meinungsverschiedenheiten.

  • Elite-Förderung: die Finalisten der ersten Runde

Nach Informationen von "FAZ.NET" soll es während der Sitzung zu einem Eklat gekommen sein. Da die Wissenschaftler eindeutig votiert hätten, habe die Politik keinen regionalpolitischen Verteilungsspielraum mehr gehabt, hieß es. Daraufhin sei es zu "wütenden Protesten der Minister" gekommen. Dem Ausschuss gehören neben der Gemeinsamen Kommission von Deutscher Forschungsgemeinschaft (DFG) und Wissenschaftsrat (WR) die zuständigen Länderminister sowie Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) an.

Unter den zehn Bewerbern waren insgesamt sieben süddeutsche Universitäten sowie die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, die Freie Universität Berlin und die Universität Bremen. Jede Hochschule kann im Rahmen der Förderung bis zu 21 Millionen Euro pro Jahr erhalten. Die Entscheidungen der zweiten Bewerbungsrunde sollen Ende kommenden Jahres getroffen werden. Maximal sollen insgesamt zehn Eliteunis gefördert werden.

Für insgesamt drei Förderlinien stehen in beiden Bewerbungsrunden zwischen 2006 und 2011 rund 1,9 Milliarden Euro von Bund und Ländern zur Verfügung. Gefördert werden auch Graduiertenschulen und so genannte Exzellenzcluster an deutschen Hochschulen.

Hier geht es zur Infostrecke: Stimmen zur Entscheidung über die Elite-Unis

(afp2)
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