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Pisa-Studie: GEW-Chefin: Bildung ist keine Ländersache

Pisa-Studie : GEW-Chefin: Bildung ist keine Ländersache

Leipzig (rpo). Bildung darf nicht nur Ländersache sein, wenn deutsche Schüler im internationalen Vergleich besser werden sollen. Davon ist die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Eva-Maria Stange, überzeugt. Stange wendet sich an die Länder, "den Widerstand gegen eine stärkere Zusammenarbeit von Bund und Ländern bei der Bildungspolitik aufzugeben".

Mit dem Forum Bildung, der Suche nach gemeinsamen Bildungsstandards und dem Ganztagesschulprogramm habe der Bund trotz heftiger Proteste seinen Teil getan, sagte Stange der "Leipziger Volkszeitung" weiter. Leider laufe jetzt die Politik in die falsche Richtung, weil die Länder noch mehr in ihrer eigenen Zuständigkeit hätten und noch mehr Wettbewerb in Gang setzen wollten. Das sei "ebenso abenteuerlich, wie der Versuch, über die Föderalismuskommission den Bund ganz aus der Verantwortung für den Bildungsbereich zu entlassen".

Der Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesbildungsministerium, Ulrich Kasparick, nannte die neuen PISA-Daten "keine Überraschung". Er sagte: "Eine große Bildungsreform braucht eine längere Zeit. Änderungen von heute auf morgen gibt es da nicht." Aber es bleibe dabei: Die Bundesregierung biete den Ländern weiterhin ihre volle Unterstützung an, um im Bildungsbereich den Anschluss an die Spitze wieder zu finden.

(afp)