Frühpensionierung: Dienstunfähigkeit bei Lehrern wird streng geprüft

Frühpensionierung : Dienstunfähigkeit bei Lehrern wird streng geprüft

München (rpo). Wer sich als Lehrer in Bayern frühpensionieren lassen will, der muss demnächst mit strengeren Untersuchungen rechnen. Der neue bayerische Kultusminister Siegfried Schneider (CSU) will nach einem "Focus"-Bericht dienstunfähige Lehrer genauer überprüfen. Damit soll verhindert werden, dass die Pädagogen nach dem Abschied aus dem Schuldienst anderen "Nebenjobs" nachgehen.

Wer wegen Dienstunfähigkeit frühpensioniert werde, müsse mit Nachuntersuchungen rechnen, sagte Schneider dem Nachrichtenmagazin. "Wir prüfen jeden Krankheitsfall in Absprache mit der medizinischen Untersuchungsstelle." Zudem sollten alle gesetzlichen Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um "dauernde Dienstunfähigkeit" zu vermeiden. Hintergrund ist dem Bericht zufolge der Fall eines kniekranken Lehrers aus Fürth, der nach seiner Versetzung in den Vorruhestand als Bergführer jobbte. Nach einem neuerlichen Check sei der Mann nun wieder im Schuldienst.

Schneider hatte im April die Nachfolge von Monika Hohlmeier (CSU) angetreten, die als Konsequenz aus den Anschuldigungen in der Wahlfälscheraffäre der Münchner CSU zurückgetreten war.

(afp)
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