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Konzept steht: Auf Förderung der Spitzenforschung geeinigt

Konzept steht : Auf Förderung der Spitzenforschung geeinigt

Berlin (rpo). Bund und Länder haben sich auf ein milliardenschweres Konzept für die Förderung von Spitzenforschung geeinigt. Beide Seiten seien mit dem Ergebnis zufrieden, teilte die zuständige Kommission mit. Die Förderung solle projektbezogen und streng wissenschaftlich geleitet erfolgen.

Die Vorsitzenden der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung (BLK), Bundesministerin Edelgard Bulmahn und ihr bayerischer Kollege Thomas Goppel appellierten an die Ministerpräsidenten, das Konzept anzunehmen. Am 16. Juni sollen die Wissenschaftsminister und am 23. Juni die Ministerpräsidenten der Länder die mit 1,9 Milliarden Euro ausgestattete "Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder zur Förderung und Wissenschaft an deutschen Hochschulen" absegnen. Anschließend sollen die Länderchefs das Konzept abschließend mit Bundeskanzler Gerhard Schröder erörtern.

Anfang April war eine Abstimmung in der Ministerpräsidentenkonferenz gescheitert. Unstrittig war bis jetzt schon die Absicht, Graduiertenschulen und so genannte Exzellenzcluster aus Hochschulen und außeruniversitären Partnern projektbezogen zu fördern. Strittig war allerdings die Ausgestaltung der Förderung von zehn so genannten Elite-Universitäten. Einzelne Länder hatten die Sorge, dass die Auswahl mehr von der Struktur der Universitäten als von konkreten Projekten abhängig gemacht wird. In dem Einigungsvorschlag heißt es jetzt, Bund und Länder hätten sich auf "Zukunftskonzepte zum projektbezogenen Ausbau der universitären Spitzenforschung" geeinigt.

Das auf fünf Jahre angelegte Programm wird zu 75 Prozent vom Bund und zu 25 Prozent vom jeweiligen Bundesland finanziert. Ziel der Exzellenzinitiative ist es, "den Prozess einer Leistungsspirale in Gang zu setzen, der die projektbezogene Förderung von Spitzenforschung und die Anhebung der Qualität des Wissenschaftsstandorts Deutschlands zum Ziel hat."

(ap)