Studentenleben : Alles auf Anfang

Meine Taktzahl ist etwas niedriger in diesen Tagen. Für uns Studenten bleibt in den Semesterferien schließlich Zeit zum Ausspannen und um Dinge zu erledigen, die wir das ganze Jahr über vernachlässigt haben: die Plattensammlung sichten, den nächsten Urlaub planen oder sogar den Hausmüll trennen. Die wenigen Aufsätze, die uns unsere Professoren wohlwollend zum Zeitvertreib an die Hand gegeben haben, können uns von diesen wichtigen Erledigungen nicht abhalten.

Nur einmal müssen wir bis zum Oktober den Campus betreten, um bei einer mündlichen Prüfung über Krisenmanagement zu referieren. Der 20-minütige Vortrag ist nicht der Rede wert. Vielmehr dient die Zeit, um sich mit den Kommilitonen über das Praxissemester auszutauschen oder die wichtigen Dinge - Stichwort Plattensammlung -, die wir in diesen Tagen so zu erledigen hatten. Aber auch die Hochschule selbst bietet immer wieder aufs Neue eine interessante Nabelschau.

Zum Semesterwechsel wird turnusmäßig ein Großteil des Personals getauscht und nicht selten die komplette Raumbelegung geändert. Ob das allein dem Zweck dient, dass wir zum Vorlesungsbeginn hellwach sein sollen, um uns zurechtzufinden, konnte bislang nicht stichhaltig bewiesen werden. Vielleicht ist es aber auch nur der freundliche Hinweis an uns Studenten, dass man auch in der vermeintlich freien Zeit die Taktzahl hochhalten kann.

(RP)