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Mathematik für die neunte Klasse: Bestehen Sie den Pisa-Test?

Mathematik für die neunte Klasse : Bestehen Sie den Pisa-Test?

Das deutsche Bildungssystem hat sich im Pisa-Vergleich spürbar verbessert. 15-jährige Schüler schnitten im Teilbereich Mathematik sogar deutlich besser ab als der Durchschnitt. Sie mussten ihr Wissen bei Textaufgaben anwenden und Durchschnittswerte beim Radfahren, geometrische Figuren berechnen oder Zuordnungen auswerten. Wir zeigen einige Beispielaufgaben.

Bildungspolitiker zeigten sich erleichtert: In den vergangenen zehn Jahren haben die deutschen Schüler sich im Pisa-Vergleich erheblich verbessert. In allen Bereichen wie Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften lägen die deutschen Jugendlichen nach fünf solcher Tests erstmals über dem Durchschnitt der 34 OECD-Staaten, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Dienstag in Berlin mit.

In Mathematik - dem Schwerpunkt dieser weltweiten Erhebung - erzielten die deutschen Schüler gar 20 Punkte mehr als der Durchschnitt der 34 OECD-Mitgliedsländer.

Wie anspruchsvoll die Fragen waren, können Sie hier bei fünf ausgewählten Pisa-Fragen austesten. Aber Vorsicht: Ohne ein bisschen Knobelei sind viele Aufgaben nicht zu lösen.

International liegen die deutschen Leistungen damit im oberen Mittelfeld. Im Vergleich zu 2003, als ebenfalls Mathematik im Zentrum des Pisa-Tests stand, verbesserte sich das Ergebnis für Deutschland um elf Punkte. Vor allem leistungsschwache und sozial benachteiligte Schüler hätten um einiges besser abgeschnitten als noch vor zehn Jahren, teilte die OECD mit. Problematisch sei allerdings der Geschlechterunterschied, sagte Bildungsdirektorin Barbara Ischinger. In Deutschland wie auch im OECD-Mittel schnitten Mädchen deutlich schlechter in Mathe ab als Jungen.

Die amtierende Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) bewertete die Ergebnisse als Zeichen einer erfolgreichen Entwicklung. "Deutschland hat sich nicht nur schocken lassen, sondern auch wecken lassen durch Pisa", sagte sie am Dienstag in Berlin mit Blick auf den "Pisa-Schock" im Jahr 2000.

In den Naturwissenschaften hätten deutsche Schüler den Aufstieg in die Spitzengruppe geschafft. In Mathematik seien mit Japan, Korea, den Niederlanden, Estland und der Schweiz "nur fünf Länder, die besser sind als Deutschland". Die neuen Ergebnisse zeigten auch für die Leistungsschwächeren aus sozial benachteiligten Schichten "eine Aufstiegsdynamik in den letzten Jahren".

Mehr als eine halbe Million Schüler zwischen 15 und 16 Jahren aus insgesamt 65 Staaten hatten an der weltweiten Studie im vergangenen Jahr teilgenommen. Die zehn Länder mit den besten Mathe-Leistungen waren Singapur, Hongkong, Chinesisch Taipeh, Korea, Macau, Japan, Liechtenstein, die Schweiz und die Niederlande.

Hier geht es zur Infostrecke: 2013: Fünf Mathe-Fragen aus dem Pisa-Test

(REU)