Beschlagene Fenster? Richtig lüften im Herbst und Winter – das muss man beachten

Düsseldorf · Kaum wird es draußen kälter, wird der Blick in die Ferne durch beschlagene Fenster getrübt. Das Problem ist jedoch auch mit gesundheitlichen Folgen verbunden. Dem lässt sich mit ein paar simplen Tipps aber vorbeugen.

 Draußen ist es kalt, innen warm. So beschlagen Fenster im Winter besonders schnell.

Draußen ist es kalt, innen warm. So beschlagen Fenster im Winter besonders schnell.

Foto: dpa-tmn/Christin Klose

Wenn die Temperatur im Winter draußen sinkt, sorgt das innerhalb der Wohnung oder des Hauses häufig für beschlagene Fensterscheiben. Das ist besonders bei älteren Häusern oder Wohnungen ein Problem. Mitunter beschlagen die Scheiben so stark, dass sich Kondenswasser bildet.

Warum beschlagen die Fensterscheiben im Winter?

Hintergrund dessen ist eine hohe Luftfeuchtigkeit, die in einem gewöhnlichen Haushalt ohne viel Aufwand entsteht. Denn tägliches Duschen, Waschen und Trocknen, Kochen, die Geschirrspülmaschine, feuchtigkeitsspendende Pflanzen, Bügeln und auch die Haustiere sorgen für eine hohe Luftfeuchtigkeit. Zum Teil kommen Haushalte auf eine Luftfeuchtigkeit von 70 Prozent, was ziemlich hoch ist. Trifft die warme Raumluft auf besonders kalte Stellen, wie etwa die Fenster oder Dachschrägen, kondensiert das Wasser auf der Scheibe.

Ist Kondenswasser gefährlich?

Sieht man Kondenswasser an den Fenstern, ist dort die Luftfeuchtigkeit bereits bei einem Wert von 100 Prozent. Schimmelpilze wachsen bereits ab einer relativen Luftfeuchte von 70 bis 80 Prozent direkt an der Wand. Zu diesem Zeitpunkt fühlt sich die Mauer aber noch nicht mal feucht an. Bildet sich regelmäßig Kondenswasser an den Scheiben, sollte man das folglich ernst nehmen. Bakterien und Pilze können für Menschen gefährlich werden und zu Reizungen von Haut und Augen, Atemwegsproblemen und auch zu Allergien führen.

Was kann man gegen beschlagene Scheiben tun?

Zunächst einmal sollte man prüfen, wie hoch die Luftfeuchtigkeit im eigenen Zuhause ist. Das ist mit einem Hygrometer möglich. Der Wert sollte zwischen 40 und 60 liegen. Um die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren, hilft nur eines: so viel wie möglich lüften. Man sollte jeden Raum mehrfach am Tag für ein paar Minuten stoßlüften - also die Fenster weit öffnen und nicht nur kippen. Laut der Verbraucherzentrale reichen Intervalle von maximal drei bis fünf Minuten, und das zwei- bis dreimal pro Tag, schon aus.

Was auch helfen kann, sind Raumluftentfeuchter oder Lüftungsanlagen. Wem das zu teuer ist, der kann auch auf einfache Hausmittel wie eine Schale Salz zurückgreifen, die man sich auf die Fensterbank stellt. Empfehlenswert ist es auch, einige feuchtigkeitsspendende Pflanzen zu entfernen oder auszutauschen.

In einigen wenigen Fällen kann das Kondenswasser auch durch undichte Fenster entstehen. Ob das der Fall ist, lässt sich relativ simpel testen: Man hält ein angezündetes Teelicht dicht unter den Fensterrahmen. Flackert die Flamme stärker auf als vorher, wo sie weiter weg vom Rahmen war, ist das ein Anzeichen für eine Lücke. Der Test funktioniert ebenfalls mit einem angezündeten Räucherstäbchen. In dem Fall reicht es laut Verbraucherzentrale schon aus, die porös gewordenen Dichtungsgummis auszutauschen oder das Fenster nachzujustieren.

(hf/dpa)
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