Baden-Württemberg erteilt Ausnahmegenehmigung: AKW dürfen warmes Kühlwasser in Flüsse leiten

Baden-Württemberg erteilt Ausnahmegenehmigung : AKW dürfen warmes Kühlwasser in Flüsse leiten

Stuttgart (rpo). Trotz der anhaltenden Hitzewelle dürfen die Atomkraftwerke Neckarwestheim und Philippsburg bis Freitag wärmeres Kühlwasser in Neckar und Rhein leiten. Die Ausnahmegenehmigung erteilte das Landesumweltministerium in Baden-Württemberg.

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p class="text"><P>Stuttgart (rpo). Trotz der anhaltenden Hitzewelle dürfen die Atomkraftwerke Neckarwestheim und Philippsburg bis Freitag wärmeres Kühlwasser in Neckar und Rhein leiten. Die Ausnahmegenehmigung erteilte das Landesumweltministerium in Baden-Württemberg.

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p class="text">Die zulässige Temperatur sei von 28 auf 30 Grad angehoben worden. Beide Kernkraftwerke hatten in der vergangenen Woche wegen mangelnden Kühlwassers ihre Leistung bereits auf 80 Prozent reduzieren müssen. Das AKW Obrigheim wurde auf Grund der Probleme mit dem Kühlwasser bereits vom Netz genommen. Bei der ältesten deutschen Atomanlage wurde deshalb die Jahresrevision vorgezogen. Die Ausnahmeregelung gilt auch für mehrere Wärmekraftwerke.

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p class="text">Französische Kraftwerke dürfen Flüsse weiter aufheizen

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p class="text">Zur Sicherung der Stromversorgung in der extremen Hitze-Periode dürfen in Frankreich Kernkraftwerke weiterhin Flüsse und das Meer aufheizen. Für die Temperatur-Grenzwerte werde es "vorübergehende und begrenzte Ausnahme-Regelungen" geben, hieß es nach einer Krisensitzung beim französischen Premierminister Jean-Pierre Raffarin am Montag in Paris. Gleichzeitig wurden die Franzosen aufgefordert, "in dieser Hitzeperiode beim Stromverbrauch zu sparen".

In Frankreich mussten Atomkraftwerke bereits ihre Produktion drosseln, um mit ihren lauwarmem Kühlwasser-Ableitungen Flüsse und das Meer nicht noch weiter aufzuheizen. Die Lage sei ernst, auch wenn noch keine Energie-Knappheit drohe, sagte Industrie-Ministerin Nicole Fontaine. Der Strombedarf könne aber nicht wie ansonsten üblich durch Importe aus den anderen Ländern ausgeglichen werden, "weil ganz Europa von Trockenheit und Hitze betroffen ist, was die verfügbaren Energiereserven beschränkt."

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