1. Panorama

Urlaub trotz Corona: Diese Regeln gelten in Dänemark, Portugal, Koratien, Frankreich, Österreich, Spanien, Italien & Holland

Einreisebestimmungen, Ausgangssperren, Restaurants und Co. : Diese Regeln gelten derzeit in beliebten Urlaubsländern

In den Sommerferien ist eine Reise in bestimmte Urlaubsländer möglich – das Auswärtige Amt warnt jedoch teilweise davor. Gleichzeitig öffnen immer mehr Länder für Touristen und lockern die Corona-Regeln. Wir geben einen Überblick.

Am 5. Juli starten in Nordrhein-Westfalen die Sommerferien. Der Fortschritt der Impfkampagne, die sinkenden Inzidenzen – sowohl in Deutschland als auch in den beliebten Reisezielen – und die umfassenden Lockerungen in vielen Urlaubsländern lassen Gutes erhoffen: Ein Urlaub wird in diesem Sommer wahrscheinlich möglich sein. Zwar warnt die Bundesregierung vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie vor „nicht notwendigen, touristischen Reisen“ in eine Vielzahl von Ländern. Ein grundsätzliches Reiseverbot besteht allerdings nicht.

Und da immer mehr Länder ihre Einreisebestimmungen lockern, ist die Hürde zum Urlaub auch zunehmenden geringer. Wir geben einen Überblick, welche Regelungen momentan in beliebten Urlaubszielen gelten.

  • Spanien Nur noch Teile Spaniens gelten laut RKI derzeit als einfache Risikogebiete. Somit besteht für große Teile des beliebten Urlaubslandes keine Reisewarnung mehr. Zudem greifen seit dem 7. Juni in Spanien weitere Lockerungen für die Einreise. So sind nun Geimpfte und Genesene von der Testpflicht befreit. Sie müssen lediglich ein Dokument vorlegen, dass eine vollständige Impfung (mindestens 14 Tage vor Reiseantritt) oder die Genesung einer Covid-19-Infektion (frühstens elf Tage nach erstem Positivergebnis und höchstens 180 Tage zurückliegend) nachweist. Alternativ muss bei der Einreise ein negatives Testergebnis (PCR- oder Schnelltest) vorliegen, das nicht älter als 48 Stunden ist. Darüber hinaus müssen Reisende ein Formular im Spain Travel Health-Portal zur Gesundheitskontrolle ausfüllen, das einen QR-Code erzeugt, der bei Einreise vorgelegt werden muss. Dies kann auch über die SpTH-App (kostenfreie Applikation) erfolgen. Da der „nationale Gesundheitsnotstand“ im Mai nicht verlängert wurde, legen die autonomen Regionen jetzt für die Corona-Maßnahmen vor Ort fest. Das Auswärtige Amt informiert aus seiner Webseite, welche Regeln aktuell wo in Spanien gelten.
  • Balearen (Mallorca, Ibiza, Menorca, Formentera) Auf den spanischen Inseln gelten teils andere Regeln als auf dem Festland. Die Balearen sind nicht mehr als Risikogebiet eingestuft. Einreisende müssen, wie es für ganz Spanien gilt, ein negatives Testergebnis vorlegen oder nachweisen, dass sie genesen oder geimpft sind. Die nächtliche Ausgangssperre wurde jüngst aufgehoben. Beschränkungen für private Treffen sind aufgehoben. Im Freien sollen sich nach Empfehlung der Regionalregierung aber nur bis zu 15 Menschen aus verschiedenen Haushalten treffen, drinnen bis zu zehn Personen. Die Maskenpflicht im Freien bleibt erhalten. Zwar ist die Außengastronomie geöffnet, doch Restaurants, Café und Bars müssen früher als gewohnt schließen. Auf Mallorca zum Beispiel dürfen Wirte ihre Gäste draußen bis 24 Uhr bedienen, in den Innenräumen ist bereits um 18 Uhr Feierabend.
  • Kanaren (Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote, Teneriffa, La Gomera, La Palma, El Hierro) Auch die Kanaren sind kein Risikogebiet mehr. Bei der Einreise müssen Urlauber ein negatives Testergebnis, ein Impf- oder Genesungszertifikat vorlegen. Darüber hinaus muss beim Einchecken in ein Hotel oder eine Unterkunft ein negatives Testergebnis vorgelegt werden. Ferner müssen Urlauber für die Einreise ein digitales Gesundheitsformular ausfüllen. Restaurants, Cafés und Bars sowie Hotels sind grundsätzlich geöffnet – unter Auflagen.
    • Wer aus dem Ausland per Faugzeug
      Einreise nur mit negativem Ergebnis : Was die Testpflicht für Flugreisende bedeutet
    • Menschen warten vor einem Covid-19-Testzentrum am
      In Quarantäne : 27 deutsche Urlauber sind derzeit im „Corona-Hotel“ auf Mallorca
    • Ostern brachte dem Airport Düsseldorf eine
      Hoffnung auf Ferienflüge mit Impfpass : Passagierzahlen an NRW-Airports um 93 Prozent eingebrochen
  • Portugal Touristische Reisen nach Portugal sind möglich, wobei das Auswärtige Amt vor Reisen abrät. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Portugal ist vergleichsweise niedrig, einzig die autonomen Regionen Azoren und Madeira sind als Risikogebiet eingestuft. Das Auswärtige Amt warnt daher nach Reisen dorthin. Nach Portugal Einreisende müssen einen negativen Corona-PCR-Test (ein Schnelltest reicht nicht) vorlegen, der nicht älter ist als 72 Stunden. Flugreisende müssen sich zudem elektronisch anmelden. Sonderregeln gelten bei der Einreise nach Madeira oder auf die Azoren. In Portugal ist der Strandbetrieb wieder aufgenommen worden, Handel und Gastronomie sind unter Auflagen geöffnet. Vorteile für Geimpfte und Genesene bestehen noch nicht.
  • Italien Derzeit sind touristische Reisen nach Italien möglich. Das Land ist kein Risikogebiet mehr. Das Auswärtige Amt rät von Reisen dorthin ab. Die Quarantänepflicht wurde für Urlauber aus EU-Staaten aufgehoben. Weiter wird für die Einreise aber ein negatives PCR- oder Antigen-Testergebnis benötigt, das nicht älter als 48 Stunden ist. Auch Geimpfte und Genesene müssen einen Test machen und das negative Ergebnis vorweisen können. Grundsätzlich müssen sich Urlauber vorab online anmelden. Die landesweite nächtliche Ausgangssperre gilt in Italien weiterhin. In Regionen mit niedrigen Corona-Zahlen ist die Außengastronomie geöffnet.
  • Griechenland Wer nach Griechenland reisen möchte, benötigt für die Einreise ein negatives PCR-Testergebnis, das nicht älter als 72 Stunden ist. Wer vollständig geimpft ist (also seit mindestens 14 Tagen) wird von der Testpflicht befreit, muss die Immunisierung dann aber schriftlich oder digital belegen können. Der gelbe Impfpass reicht dafür aber aus. Auch eine Genesungsbescheinigung macht die Einreise möglich. Eine Pflicht zu Quarantäne ist seit Mitte April für Einreisende aus der EU nicht mehr nötig. Urlauber müssen sich spätestens 24 Stunden vor der Einreise online anmelden – das gilt auch für Kinder. Wer angemeldet ist, bekommt einen QR-Code, der bei der Einreise vorzuweisen ist. Hotels und die Außengastronomie haben mittlerweile geöffnet. Es gilt eine nächtliche Ausgangssperre von 0.30 bis 5 Uhr. Mitte Mai hat in Griechenland offiziell die Tourismus-Saison begonnen, sodass nun auch ein Großteil der Sehenswürdigkeiten und Museen wieder geöffnet hat. Auch große Hotelanlagen und Campingplätze sind wieder zugänglich. Die Innengastronomie bleibt aber vorerst geschlossen.
  • Kroatien Für die Einreise nach Kroatien benötigt man ein negatives PCR-Testergebnis, das nicht älter als 72 Stunden ist, oder ein negatives Antigen-Schnelltest-Ergebnis, das  nicht älter als 48 Stunden ist. Die Kriterien für den Schnelltest hat das kroatische Ministerium auf Deutsch veröffentlicht. Sonderregelungen gibt es auf der Balkanhalbinsel für Geimpfte, die ihre zweite Impfung spätestens 14 Tage im Voraus erhalten haben, sowie für diejenigen, die nachweisen können, dass sie sich von einer Corona-Infektion erholt haben (zum Beispiel durch ein ärztlich ausgestelltes Zertifikat; die Infektion darf aber höchstens 180 Tage und frühstens elf Tage zurückliegen). Vollständig Geimpfte und Genesene dürfen auch ohne Test nach Kroatien einreisen. Auch wer seine erste von zwei Impfungen erhalten hat und das mindestens 22 Tage und höchstens 42 Tage (bei Biontech und Moderna) bzw. 84 Tage (bei Astrazeneca) zurückliegt, kann ebenfalls ohne Test einreisen. Wer keines der Dokumente (also auch kein negatives Testergebnis) vorweisen kann, muss in eine zehntägige Quarantäne aus der man sich freitesten kann. Für die Dauer des Aufenthalts in Kroatien werden die Kontaktdaten aller Reisenden registriert. Das Hinterlegen der Daten ist online möglich. In Kroatien ist die Außengastronomie geöffnet, Restaurants dürfen auch den Innenbereich öffnen. An Stränden kann es Zugangsbeschränkungen und weiterführende Auflagen geben.
  • Niederlande Die niederländische Regierung bittet zwar, von Urlaub im Land abzusehen und hat Deutschland zum Risikogebiet erklärt, Reisen sind dennoch möglich. Seit dem 10. Juni benötigen Urlauber kein negatives PCR-Testergebnis mehr. Somit gelten für Einreisende nur noch die bekannten Abstands- und Hygienevorschriften, aber keine weiteren Auflagen. Flugreisende müssen allerdings ein Gesundheitsformular ausfüllen und mitführen. Für die Rückreise nach Deutschland gelten Regeln, die je nach Bundesland variieren können. Wer länger als 24 Stunden in den Niederlanden war und dann nach NRW zurückkehrt, muss sich über das Einreiseportal bei der Bundesregierung anmelden und spätestens 48 Stunden nach Einreise ein negatives Testergebnis oder eine Impf- oder Genesenenbescheinigung vorlegen, teilt das Land NRW mit. Bis das Dokument vorliegt, müssen die Rückkehrer in Quarantäne. Am 28. April wurden in den Niederlanden der Lockdown und die nächtliche Ausgangssperre beendet. Die Außengastronomie ist geöffnet, das Shoppen ohne Termin und in nicht essentiellen Geschäften ist möglich. Der Öffnungsplan der Niederlanden, der Freiheiten für Bürger und Urlauber bringen soll, verläuft in mehreren Schritten bis Anfang Juli – also passend zu den Sommerferien in NRW. Seit dem 19. Mai sind unter anderem Zoos und Vergnügungsparks wieder offen. Auch wurden die Öffnungszeiten der Außengastronomie erweitert.
  • Belgien Wegen der hohen Infektionszahlen wird vor nicht-essentielle Reisen nach Belgien gewarnt. Die Einreise ist dennoch möglich. Dafür muss aber spätestens 48 Stunden vorher ein Reiseformular ausgefüllt und elektronisch versendet werden. Wer aus Deutschland einreist muss mittlerweile nicht mehr in Quarantäne und auch keinen Test vorlegen. Das liegt daran, dass Deutschland von der belgischen Regierung als „orange Zone“ eingestuft wird. Ohnehin ausgenommen von diesen Regeln sind Reisende, die nicht länger als 48 Stunden in Belgien bleiben. Am 9. Juni startete der „Sommer-Plan“ in Belgien. Dieser soll in vier Schritten ein „normales Leben“ ermöglichen. Neben der Außen- ist jetzt auch die Innengastronomie wieder geöffnet, ebenso die Hotels. Feiern und Empfänge bis zu 50 Personen sind möglich. Zoos, Naturparks, Fitnessstudios, Saunen und Kinos haben ebenfalls wieder den Betrieb aufgenommen. Am 1. Juli sollen die Beschränkungen beim Einkaufen enden.
  • Frankreich Aktuell ist Frankreich von der Pandemie stärker betroffen als Deutschland. Das Nachbarland ist als Risikogebiet eingestuft. Vor touristischen Reisen in die meisten Regionen Frankreichs wird gewarnt. Deutsche können aber wieder ohne triftigen Grund einreisen, wenngleich Frankreich seine EU-Binnengrenzen bis Ende Oktober 2021 weiter kontrolliert. Für die Einreise wird ein negatives Testergebnis (PCR- oder Schnelltest) benötigt, das nicht älter als 72 Stunden ist. Vollständig Geimpfte oder Genesene brauchen keinen Test. Alle Einreisenden müssen eine Erklärung zur Symptomfreiheit abgeben. Personen, die auf dem Landweg für weniger als 24 Stunden einreisen oder weniger als 30 Kilometer entfernt wohnen, sind von diesen Regelungen befreit. Hotels haben mittlerweile wieder geöffnet. Zudem sind seit Mitte Mai unter anderem wieder die Außengastronomie, nicht-essentielle Geschäfte, Museen, Freibäder und Vergnügungsparks mit Einschränkungen geöffnet. Es gilt landesweit eine Ausgangssperre von 23 bis 6 Uhr.
  • Schweiz Grundsätzlich ist die Einreise in die Schweiz für Deutsche möglich. Allerdings müssen sich Urlauber aus von der Schweiz deklarierten Risikogebieten in eine zehntägige Quarantäne begeben und ein negatives PCR-Testergebnis vorlegen, das nicht älter als 72 Stunden ist. NRW (und ganz Deutschland) gilt für den Alpenstaat derzeit nicht als Risikogebiet. Die Pflicht, ein Testergebnis (PCR- oder Schnelltest) vorzulegen, gilt hingegen für alle Flugreisenden. Außerdem müssen alle Urlauber ihre Kontaktdaten in einem elektronischen Einreiseformular erfassen. Hotels und Campingplätze sind zum Großteil geöffnet. Seit Mitte April dürfen Restaurants und Bars auch wieder die Außenbereiche öffnen. Läden, Museen, Zoos, Erlebnisparks, Theater, Konzerthäuser und Kinos dürfen ebenfalls öffnen – zum Teil aber mit Auflagen, etwa einer Maskenpflicht.
  • Österreich Urlauber müssen sich vor der Einreise nach Österreich elektronisch registrieren und die Empfangsbestätigung bei der Einreise ausgedruckt oder auf einem mobilen Gerät vorweisen. Sie müssen bei der Einreise ebenfalls ein negatives PCR- oder Antigen-Test-Ergebnis vorlegen, das nicht älter als 48 Stunden (Antigentest) beziehungsweise 72 Stunden (PCR-Test) sein darf – auch beim kleinen Grenzverkehr. Kann dieses nicht vorgelegt werden, ist ein Test spätestens 24 Stunden nach Einreise auf eigene Kosten durchzuführen. Geimpfte oder Genesene sowie einfach Geimpfte sind unter bestimmten Bedingungen von der Testpflicht befreit. Ab Sonntag gilt ganz Österreich nach Einschätzung des Auswärtigen Amtes nicht mehr als Risikogebiet, die Testpflicht bleibt dennoch bestehen. Auf seiner Internetseite erklärt das österreichische Gesundheitsministerium diese sogenannte „3-G-Regel“. Seit Mitte Mai sind Gaststätten und Hotels wieder für Touristen geöffnet. Museen, botanische Gärten, Zoos und Kinos dürfen Gäste empfangen. Restaurants haben geöffnet (Innen- und Außengastronomie), wobei ab 24 Uhr eine Sperrstunde gilt.
  • Türkei Reisende müssen bei der Ein- und Ausreise ein negatives Testergebnis vorlegen. Bei der Einreise darf dieses maximal 72 Stunden (bei einem PCR-Test) bzw. 48 Stunden (bei einem Antigen-Schnelltest) alt sein, bei der Ausreise gelten die gleichen Fristen. Geimpfte (seit mindestens 14 Tagen) und Genesene (nicht länger als sechs Monate) sind von der Testpflicht befreit. Alle Flugreisenden müssen innerhalb von 72 Stunden vor der Einreise ein elektronisches Formular ausfüllen. Der harte Lockdown wurde am 17. Mai aufgehoben, eine nächtliche Ausgangssperre gibt es weiterhin, von der Touristen allerdings ausgenommen sind (örtliche Ausnahmen möglich). Gastronomiebetriebe sind mit Einschränkungen (etwa der Öffnungszeit) geöffnet. Auch Geschäfte für Lebensmittel und Grundbedürfnisse sowie Bäckereien sind geöffnet. Ein Einkauf darf allerdings nur im nächstgelegenen Laden erfolgen.
  • Ägypten Das RKI stuft Ägypten aktuell als Hochinzidenzgebiet ein. Vor Urlauben dort wird gewarnt. Für die Einreise muss ein negatives PCR-Testergebnis vorgelegt werden, das nicht älter als 72 Stunden ist. Eine Sonderregel gilt hingegen bei einer Einreise vom Flughafen in Frankfurt: Dann darf das Testergebnis sogar bis zu 96 Stunden alt sein. Und: Das Testergebnis muss in englischer oder arabischer Sprache angefertigt sein. Für Touristen, die nach Hurghada, Sharm el Scheikh, Marsa Alam und Marsa Matrouh einreisen, besteht die Möglichkeit, den erforderlichen PCR-Test kostenpflichtig bei Einreise an den jeweiligen Flughäfen zu machen. Bis zum negativen Testergebnis gilt dann eine Quarantänepflicht – zum Beispiel im Hotelzimmer.

Mehr Informationen über die verschiedenen Reiseländer finden Sie hier auf der Homepage des Auswärtigen Amtes.