Qual der Wahl am Sonntagabend Seriös oder Quatsch? „Tatort“ und Dschungelcamp treten zur besten Sendezeit gegeneinander an

Düsseldorf · Am Sonntagabend haben die Fans von „Tatort“ und dem Dschungelcamp die Qual der Wahl. Lohnt sich eher der Fall aus Saarbrücken oder das Warm-Up vor dem großen Finale von „Ich bin ein Star - holt mich hier raus“?

 „Tatort“ gegen Dschungelcamp: Am Sonntagabend startet RTL seine Vorberichterstattung zum Finale bereits um 20.15 Uhr und tritt damit gegen die Saarbrücker-„Tatort“-Ermittler an.Hier zu sehen sind die Schauspieler Vladimir Burlakov und Daniel Sträßer sowie die RTL-Moderatoren Sinja Zietlow und Jan Köppen.

„Tatort“ gegen Dschungelcamp: Am Sonntagabend startet RTL seine Vorberichterstattung zum Finale bereits um 20.15 Uhr und tritt damit gegen die Saarbrücker-„Tatort“-Ermittler an.Hier zu sehen sind die Schauspieler Vladimir Burlakov und Daniel Sträßer sowie die RTL-Moderatoren Sinja Zietlow und Jan Köppen.

Foto: ARD, RTL | Montage: Ferl

Es könnte spannend werden. Am Sonntagabend laufen zeitgleich der „Tatort“ in der ARD und die Vorberichterstattung zum großen Finale von „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“. Beide absolute Quotenbringer. Aber was passiert, wenn die Formate gegeneinander antreten, Sonntagabend zur besten Fernseh-Primetime? Wo sind die Zuschauer besser aufgehoben? Wir geben in einigen Kategorien einen Ausblick und küren am Ende einen Gewinner – wobei es den Quotengewinner (wie immer) erst am Montagmorgen geben wird.

Protagonisten

In der „Tatort“-Ecke wartet am Sonntag das Duo aus Saarbrücken auf die Zuschauer (hier lesen Sie unsere Vorschau zu dem Fall). „Die Kälte der Erde“ heißt der Fall, in dem die Hauptkommissare Adam Schürk (Daniel Sträßer) und Leo Hölzer (Vladimir Burlakov) zum vierten Mal gemeinsam ermitteln. Sie sind dabei nicht allein: Ihre beiden Kolleginnen Esther Baumann (Brigitte Urhausen) und Pia Heinrich (Ines Marie Westernströer), die bislang eher im Hintergrund standen, rücken mehr in den Fokus.

Im Dschungel warten hingegen bekanntere Gesichter auf die Zuschauer. Ab 22.15 Uhr moderiert Sonja Zietlow wie immer – und seit nun fast 20 Jahren – auch das Finale. Ihr zur Seite steht seit diesem Jahr Moderator Jan Köppen, der für Daniel Hartwich übernommen hat. Sie bilden das dritte Moderationspärchen in der Geschichte von „Ich bin ein Star – holt mich hier raus“. Auch Dr. Booooob ist Teil des großen Final-Spektakels sowie natürlich die Finalisten, die sich in den vergangenen zwei Wochen mit Bohnen, Dschungelprüfungen und Schatzsuchen auf Trab gehalten haben. Sänger Lucas Cordalis, Visagistin Djamila Rowe und Reality-Darsteller Gigi Birofio können sich gesteigerte Hoffnungen auf die Dschungelkrone machen.

Das Vorgeplänkel, das zeitgleich mit dem „Tatort“ ab 20.15 Uhr gesendet wird, hat RTL ebenfalls mit Hochkarätern besetzt: Moderatorin Angela Finger-Erben und Co-Gastgeberin Olivia Jones begrüßen drei Ex-Dschungelkönige: Nämlich Evelyn Burdecki, Prince Damien und Filip Pavlovic. Gemeinsam werfen sie einen Blick zurück auf die aktuelle Staffel und machen schon mal das Warm-up.

Sieger: „Tatort“, weil der Fall spannender klingt als das Vorglühen bei RTL.

Quote

Das neue Saarbrücker Ermittler-Duo hat mit seinen bisherigen vier Fällen schon eine große Fanschar unter den Anhängern der Krimi-Reihe. Alleine beim letzten „Tatort“, dem Fall „Das Herz der Schlange“, schalteten etwas mehr als zehn Millionen Zuschauer ein.

„Ich bin ein Star – holt mich hier raus“ kann von diesen absoluten Top-Quoten leider nur träumen. Generell ist der Quotendurchschnitt mehr als in Ordnung. Durchschnittlich schalteten am Donnerstag, dem 26. Januar rund 3,45 Millionen Zuschauer ein, was für die Uhrzeit am späten Abend um 22.15 Uhr bei über 30 Prozent Marktanteil.

Sieger in dieser Kategorie: Natürlich der „Tatort“, weil er einfach mehr Zuschauer erreichen wird.

Spaß-Faktor

Das ist so eine Sache beim „Tatort“. Es gibt Ermittler-Duos, die lustiger sind als Schürk und Hölzer, zumal die ersten vier Folgen schon ziemlich starker Tobak waren. Außer Münster und in Teilen auch Wien ist kein „Tatort“ auf einer Klamauk-Schiene angelegt.

Unterhaltung seichter Art herrscht umso mehr im australischen Murwillumbah, dem Produktionsort des Dschungelcamps. Bolo-Gate, Pizza-Gate, der Streit zwischen Iris und Peter Klein, Cosimo, der gemeinsam mit Gigi in seiner etwas trotteligen Art die Fans für sich gewinnen konnten – nur ein kleiner Auszug an den Fun-Faktoren des Dschungels. Klarer Sieger hier: RTL.

Seriosität

Klare Sache: Das Wort Seriosität ist mit dem „Tatort“ gleichzusetzen. Seriös sind beim Dschungel nur Werbepausen.

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