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Berufungsentscheidung am 31. Oktober: Tod von Diana beschäftigt französische Justiz

Berufungsentscheidung am 31. Oktober : Tod von Diana beschäftigt französische Justiz

Paris (AP). Nach mehr als drei Jahren hat der tödliche Autounfall von Prinzessin Diana und ihres Freundes Dodi Al Fayed am Freitag ein weiteres juristisches Nachspiel gefunden. Ein Berufungsgericht in Paris prüfte den Einspruch von Mohamed Al Fayed, der sich nicht mit der Einstellung des Verfahrens gegen neun Fotografen und einen Motorradfahrer abfinden will. Die Entscheidung darüber soll am 31. Oktober fallen.

Der ägyptische Milliardär ist überzeugt, dass die Paparazzi mit der Verfolgung des Wagens, in dem sein Sohn und Diana saßen, zu dem Unfall am 31. August 1997 im Tunnel an der Alma-Brücke beigetragen haben. Dagegen beantragte die Staatsanwaltschaft am Freitag, das Verfahren nicht wieder aufzunehmen.

Ein Pariser Gericht hatte vor gut einem Jahr die Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung und unterlassener Hilfeleistung eingestellt. Richter Herve Stephan erklärte damals, allein die Trunkenheit des Fahrers Henri Paul sei die Ursache des Unfalls gewesen. Das Verhalten der Fotoreporter sei zwar moralisch, nicht aber strafrechtlich anfechtbar. Sie sollen Bilder des Autowracks und der sterbenden Prinzessin gemacht haben.

Paul, der dem Sicherheitsdienst des Ritz-Hotels angehörte, steuerte den Mercedes 280 S mit einer Geschwindigkeit zwischen 126 und 155 Stundenkilometer in den Tunnel. Der Wagen prallte gegen den 13. Pfeiler. Auch Paul kam ums Leben, ein Leibwächter Dianas überlebte schwer verletzt. Die aufwendige Suche nach einem Fiat Uno, mit dem der Mercedes angeblich zusammengestoßen sein soll, blieb ohne Ergebnis.

Mohamed Al Fayed hat in Washington auch die USA auf Herausgabe aller Dokumente, Fotos und Tonbänder verklagt, die Regierungsstellen im Zusammenhang mit dem Unfall gesammelt hatten.

(RPO Archiv)