Orkanböen über dem Meer: Sturmwarnung für NRW

Orkanböen über dem Meer : Sturmwarnung für NRW

Bochum/Essen (rpo). Unwetterwarnung für NRW: Das Wetteramt Essen sagt Orkanböen aus südwestlicher Richtung mit bis zu 130 Stundenkilometern voraus.

Sturmwarnung für Deutschland: Vor allem im norddeutschen Tiefland, an der Küste und auf den Bergen werden orkanartige Böen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometer erwartet, wie der Deutsche Wetterdienst am Dienstag in Offenbach mitteilte. Auf dem Feldberg im Schwarzwald wurde am Mittag laut Wetterdienst bereits 126 Stundenkilometer gemessen.

Außerdem drohten starke Regenfälle die Lage in den Hochwassergebieten weiter zu verschärfen. Laut Wetterdienst ist der Boden vielerorts gesättigt, so dass der Regen schneller als sonst die Flüsse anschwellen lässt. Vor allem in Norddeutschland werden die Niederschläge demnach sehr ergiebig sein. Mit einer Entschärfung der Situation sei erst in der zweiten Wochenhälfte zu rechnen.

In Köln erreichte der Wasserpegel am Dienstagmittag 7,23 Meter. Er lag damit deutlich über der Hochwassermarke I, bei der die Schifffahrt eingeschränkt werden muss. Bis Mittwochmittag soll ein Pegelstand von 7,80 Metern erreicht werden. Die Hochwassermarke II, bei der die Schifffahrt eingestellt werden muss, liegt bei 8,30 Meter.

In Koblenz wird der Wasserstand des Rheins bis Mittwoch voraussichtlich auf 6,35 Meter steigen. Auf Mosel und Saar war die Schifffahrt streckenweise eingestellt. Laut Hochwassermeldezentrum Mosel stieg der Pegel in Trier am Dienstag bis 11.00 Uhr auf 7,35 Meter bei einem Zuwachs von acht Zentimetern pro Stunde. Auch an Nahe, Lahn und Sieg kletterten die Pegelstände deutlich.

Auch in Südwestdeutschland stieg das Hochwasser weiter an. Main und Neckar führten Hochwasser, in Heidelberg wurden eine Bundesstraße mit Sandsäcken gesichert. Laut Hochwassermeldezentrum Mainz gilt die Situation aber nach wie vor nicht als dramatisch.

Das stürmische Wetter beeinflusste auch das Programm von Bundeskanzler Gerhard Schröder, der nicht wie geplant nach seinem Besuch im VW-Werk im nordhessischen Baunatal nach Sachsen-Anhalt fliegen konnte. Schröder musste das Auto nehmen, und so verzögerte sich der ohnehin enge Zeitplan für den Kanzlerbesuch in Ostdeutschland zunächst um zwei Stunden.

(RPO Archiv)
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