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Berlin: Sturmtief verursacht große Schäden

Berlin : Sturmtief verursacht große Schäden

Mit "Gonzalo" kam in Süddeutschland der erste Schnee des Herbstes.

Das Herbsttief "Gonzalo" hat vor allem in Bayern und Baden-Württemberg Schäden in Millionenhöhe angerichtet. Feuerwehr und Polizei rückten zu Hunderten Einsätzen aus, Zugstrecken waren wegen umgestürzter Bäume gesperrt. Auf dem Bodensee wurden mehrere Schiffe beschädigt, im Schwarzwald kollidierte ein Regionalexpress mit einem Baum. In Aalen durchschlug eine umfallende Eiche die Windschutzscheibe eines vorbeifahrenden Autos. Der 45-jährige Fahrer wurde schwer verletzt.

Trotz der Sturmflut an der Nordseeküste wurden dort zunächst keine größeren Schäden bekannt. In Bremerhaven überschwemmte das Hochwasser mehrere Autos am Fähranleger. Die Fähren zu den ostfriesischen Inseln Borkum, Norderney und Langeoog unterbrachen zeitweise ihren Betrieb. Als Sturmflut gilt ein Wasserstand von 1,50 bis 2,50 Metern über dem durchschnittlichen Hochwasser.

Auf dem höchsten Berg Baden-Württembergs, dem 1493 Meter hohen Feldberg, fiel der erste Schnee der Saison. Drei Zentimeter seien liegengeblieben, teilte der Deutsche Wetterdienst mit. Auch vom 1215 Meter hohen Fichtelberg in Sachsen wurde erstmals in diesem Herbst Schnee gemeldet - zwei Zentimeter. In Carlsfeld und Marienberg im Erzgebirge gab es ebenfalls die ersten weißen Flocken. Auch die Wasserkuppe in Hessen zierte eine dünne Schneeschicht. Auf Deutschlands höchstem Berg, der 2962 Meter hohen Zugspitze, fielen 15 Zentimeter Schnee.

In Nürnberg mussten nach Starkregen und Windböen zwei Flüchtlingszelte geräumt werden. Die Unterkünfte seien so demoliert worden, dass sie unbewohnbar wurden, sagte ein Sprecher des Flüchtlingsrates. Die durchnässten Bewohner seien in andere Unterkünfte - ein anderes Zelt und ein ehemaliges Möbelhaus - gebracht worden.

Der schwere Sturm sei "nur eine Episode", sagte Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst. "Solche Stürme und Kaltlufteinbrüche im Herbst passieren eigentlich im Schnitt jedes Jahr ein- bis zweimal", sagte der Meteorologe. "Was wir jetzt erleben, ist eine Rückkehr zur Normalität in dieser Jahreszeit."

(dpa)