Berlin: Studie: Kinder erhalten mehr Taschengeld

Berlin : Studie: Kinder erhalten mehr Taschengeld

Jedes vierte Vorschulkind in Deutschland darf bereits an den Computer. Jedes fünfte surft ab und zu im Netz, wie aus der in Berlin vorgestellten KidsVerbraucherAnalyse 2011 (KidsVA) des Egmont Ehapa Verlags hervorgeht. Generell werden neue Medien immer häufiger von Kindern genutzt: Vier von fünf Kindern im Alter zwischen sechs und 13 Jahren haben Erfahrung mit dem Computer, zwei Drittel waren bereits online. Zugleich greifen die Kinder und Jugendlichen weiterhin häufig zu Buch oder Zeitschrift. Vor allem bei den älteren Kindern (zehn bis 13 Jahre) ist der Anteil derjenigen hoch, die fast täglich ins Internet gehen. Er liegt bei 43 Prozent.

Dass sich die Kinder immer stärker durchsetzen, sei ein Trend, den man laut Studie schon seit längerem beobachte. So entscheiden 85 Prozent der Sechs- bis 13-Jährigen selbstständig, wofür sie ihr Taschengeld ausgeben wollen. Die Höhe des Taschengeldes ist nach zwei Jahren des Rückgangs wieder gestiegen und lag im Durchschnitt bei 24,80 Euro im Monat. Das ist fast soviel wie im Rekordjahr 2008, als das Taschengeld bei 25 Euro im Monat lag. Von den Vier- bis Fünfjährigen bekommt bereits die Hälfte (51 Prozent) eigenes Geld – und zwar durchschnittlich 12,11 Euro im Monat. Ausgegeben wird das Geld vor allem für Süßigkeiten, Spielzeug, Eis oder Zeitschriften, aber viele Kinder sparen auch für größere Anschaffungen wie einen Computer oder ein Handy. Hochgerechnet verfügen die Sechs- bis 13-Jährigen in Deutschland 2011 über 1,67 Milliarden Euro an Taschengeld (2010: 1,58 Milliarden Euro). Rechnet man Geldgeschenke zum Geburtstag oder zu Weihnachten hinzu (insgesamt knapp eine Milliarde Euro), haben die Kinder eine Kaufkraft von 2,6 Milliarden Euro.

(RP)