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Auch nach dem Dioxin-Skandal: Weitere Gifte gefunden: „Spiegel“: Mineralöl in Hühnereiern sowie Tierfetten

Auch nach dem Dioxin-Skandal: Weitere Gifte gefunden : „Spiegel“: Mineralöl in Hühnereiern sowie Tierfetten

Hamburg (dpa ). Auch nach dem belgischen Dioxin-Skandal im vergangenen Jahr gelangen nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ weiterhin Mineralölprodukte in Futter- und Lebensmittel. Das legten Analysen des Kantonalen Laboratoriums Zürich nahe, über die in der vergangenen Woche auf dem Deutschen Lebensmittelchemikertag in Stuttgart berichtet wurde.

Die Schweizer Experten hatten „Futterfette“ - Ausgangserzeugnisse für Mischfuttermittel - untersucht. Sie fanden dem Bericht zufolge heraus, dass „wohl über die Hälfte aller Fette und Öle für die Futtermittel-Herstellung den Schweizer Höchstwert zum Teil zehnfach oder hundertfach“ überschreitet - in der EU gebe es keinen Höchstwert. Es gebe Fälle, in denen „man klar sagen kann: Das sind Zweitakt- oder Auto-Motorenöle“, sagte Laborchemiker Konrad Grob. Da viele Futterfette importiert würden, sehe es in anderen Ländern ähnlich aus.

Das Labor habe Mineralölprodukte zudem im Fettanteil von Rinder-, Schweine- und Geflügelfleisch sowie in Hühnereiern nachgewiesen. Auch in Baden-Württemberg seien bei der Kontrolle von Eiern Proben positiv gewesen. Die Landesregierung lasse zurzeit Futtermittel nach dem Zürcher Beispiel analysieren, berichtete „Der Spiegel“. Demgegenüber erklärte ein Sprecher der Landesregierung in Stuttgart der dpa, derzeit gebe es keine derartige Lebensmitteluntersuchung aus aktuellem Anlass. Zwar würden seit Monaten stichprobenartig routinemäßig Lebensmittel untersucht; Ausgangspunkt waren erhöhte Grenzwerte. Es hätten sich im Zuge der Untersuchungen jedoch keine Auffälligkeiten ergeben.

(RPO Archiv)