Düsseldorf: Sonnenfinsternis auf dem Mars

Düsseldorf : Sonnenfinsternis auf dem Mars

Ein schwarzer Schatten huscht für wenige Sekunden über den Rand der Sonne: Der Mars-Roboter "Curiosity" hat eine partielle Sonnenfinsternis in etwa 100 Bildern fotografiert. "Phobos", einer der beiden Marsmonde, lieferte dieses Schauspiel, das auf dem Mars nicht so selten ist wie auf der Erde. Der 1877 entdeckte Mond benötigt für einen Umlauf um den Planeten nur knapp acht Stunden – die Chance, dass er sich dabei vor die Sonne schiebt ist deshalb größer.

Heute wartet auf die "Curiosity" nach einer Woche der Bewegung die nächste Herausforderung. Der Roboter steht zweieinhalb Meter entfernt von einem Stein, der sich durch seine Größe vom übrigen Gestein auf dem flachen Boden des Gale-Kraters abhebt. So groß wie ein Fußball ist das Untersuchungsobjekt, dessen Zusammensetzung erst aus der Entfernung durch die Laserkanone bestimmt werden soll. Dann wird der Roboterarm versuchen, den direkten Kontakt zum Stein herzustellen. Beide Verfahren sollen Auskunft geben, ob dem Stein, den die Nasa "Jake Matijevic" nennt, ein Geheimnis innewohnt oder er wie die bisherigen Fundstücke vom Charakter zum Basaltgestein gehört. Matijevic war im August verstorben und hatte als Nasa-Ingenieur verschiedene Projekte begleitet. Bisher ist "Curiosity" 290 Meter weit gefahren, zuletzt sechs Tage am Stück mit einer Tagesleistung zwischen 22 und 37 Metern.

(RP)