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Schottische Musikerin geigt seit 24 Jahren für die Tiere: Seehunde lieben traurige Lieder

Schottische Musikerin geigt seit 24 Jahren für die Tiere : Seehunde lieben traurige Lieder

London (dpa). Wie der singende See-Elefant Seele-Fant in dem Kinderbuch „Urmel aus dem Eis“, so hören auch schottische Seehunde am liebsten traurige Lieder. Diese Erkenntnis hat Fiona Middleton (42) bei zahllosen Auftritten vor einer treuen Zuhörerschaft aus Robben vor der schottischen Westküste gewonnen.

Die passenderweise in der Ortschaft „Seal“ - übersetzt Seehund - geborene Musikerin geigt seit 24 Jahren am Felsufer der Insel Islay für wilde Seehunde. Die Tiere kommen nicht etwa, weil sie auf Futter hoffen, sondern nur, um die Kunst zu genießen.

Inzwischen wisse sie genau, was die Tiere am liebsten hätten, berichtete Middleton in der Freitagsausgabe der „Daily Mail“: Es muss schön traurig klingen. Fröhliche schottische Tanzmusik ist nicht nach dem Geschmack der oft ein Dutzend Zuhörer, die aufmerksam den Kopf aus dem Wasser strecken.

Fiona, die aus einer Musikerfamilie stammt und früher klassische Violinistin werden wollte, hat ihr Publikum inzwischen so sehr ins Herz geschlossen, dass sie ihr Haus in eine Auffangstation für verwaiste Heuler umgewandelt hat. Ihr Ehemann und ihre drei Töchter helfen mit und geben für die Gäste aus dem Meer sogar die Badewanne ab.

(RPO Archiv)