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Im Nordosten des afrikanischen Landes: Rund 400 Menschen bei "Hexenjagd" im Kongo ermordet

Im Nordosten des afrikanischen Landes : Rund 400 Menschen bei "Hexenjagd" im Kongo ermordet

Nairobi/Kinshasa (rpo). Bei einer so genannten Hexenjagd im Nordosten Kongos sind in den vergangenen Wochen bis zu 400 Menschen umgebracht worden.

Wie lokale Rundfunksender am Donnerstag meldeten, wurden die der Hexerei bezichtigten Opfer von der aufgebrachten Menge mit Macheten, Stöcken und Steinen niedergemetzelt. Rund 300 weitere Opfer konnten vor den Angreifern fliehen. Sie seien zum Teil schwer verletzt worden.

Aberglauben und Hexerei sind in dem zentralafrikanischen Konfliktland weit verbreitet. Unklar ist bislang jedoch, was das jüngste Blutbad im Dschungel Kongos ausgelöst hat. Augenzeugen berichteten, das erste Todesopfer sei ein Lehrer gewesen, der eine Liste mit Namen Verstorbener bei sich trug. Daraufhin habe sich eine Massenhysterie ausgebreitet.

Die Gegend wird von Rebellen regiert. Seit 1998 werden sie in ihrem Kampf gegen die Regierung in der Hauptstadt Kinshasa von ugandischen Soldaten unterstützt. Ein Militärsprecher kündigte an, die ugandische Armee werde helfen, wieder Ruhe in der Provinz herzustellen.

(RPO Archiv)