Feiertage Totensonntag 2024 – die Bedeutung des stillen Feiertags

Düsseldorf · Am Totensonntag wird in allen deutschen Bundesländern der Verstorbenen gedacht. Es ist ein Feiertag der evangelischen Kirche, der als Trauer- und Gedenktag besonders geschützt ist. Wir geben einen Überblick über die Bedeutung vom Totensonntag und die Verbote, die an diesem Tag gelten.

 Totensonntag ist ein christlicher Feiertag, an dem der Verstorbenen gedacht wird (Symbolbild).

Totensonntag ist ein christlicher Feiertag, an dem der Verstorbenen gedacht wird (Symbolbild).

Foto: Shutterstock/encierro

Bereits seit dem frühen 19. Jahrhundert wird der Totensonntag begangen. Im Jahre 1816 bestimmte ihn König Friedrich Wilhelm III. von Preußen als Tag des Gedenkens an die Verstorbenen, um den vielen Gefallenen der Befreiungskriege gegen Napoleon zu erinnern.

Evangelische Christen gedenken am Totensonntag ihrer Toten. Offiziell wird der Tag von der Evangelischen Kirche Deutschland (EKD) als „Ewigkeitssonntag“ oder „Gedenktag der Entschlafenen für das Totengedenken“ bezeichnet.

Wann ist Totensonntag 2024?

Wie der Name schon sagt, findet der Totensonntag jedes Jahr an einem Sonntag statt. Er hat anders als etwa Weihnachten kein festes Datum, sondern wird immer eine Woche vor dem ersten Advent begangen. 2024 ist Totensonntag am 24. November und ist damit der letzte Sonntag im evangelischen Kirchenjahr.

Wann ist Totensonntag in den nächsten Jahren?

  • Totensonntag 2025: 23. November 2025
  • Totensonntag 2026: 22. November 2026

Ist der Totensonntag ein gesetzlicher Feiertag?

Der Totensonntag ist kein gesetzlicher Feiertag in Deutschland. Dennoch haben die meisten frei, da er immer auf einen Sonntag fällt.

Totensonntag 2024: Welche Bedeutung hat der stille Feiertag?

Der Ewigkeitssonntag hat für Protestanten eine ähnliche Bedeutung wie für Katholiken Allerseelen am 2. November. In vielen Kirchen werden die Namen der im Jahr zuvor verstorbenen Menschen vorgelesen. Christen besuchen am Totensonntag die Gräber ihrer Angehörigen und schmücken diese mit Kerzen oder Grablichtern.

Der Tod und die Hoffnung auf ein ewiges Leben sollen am Totensonntag miteinander verbunden werden. Der Fokus liegt dabei auf christlichen Werten wie Hoffnung, Ewigkeit und Wiederauferstehung.

Regeln in NRW: Was darf man nicht am Totensonntag 2024?

Da der Totensonntag ein stiller Feiertag ist, gelten zahlreiche Verbote in NRW. So beginnen aus Rücksichtnahme auf den stillen Feiertag Weihnachtsmärkte in Deutschland erst danach oder werden für das Wochenende unterbrochen wie beispielsweise in Dortmund.

Folgende Veranstaltungen sind unter anderem in NRW in der Zeit von 5 bis 18 Uhr laut dem „Gesetz über Sonntage und Feiertage“  verboten:

  •  Zirkus und Volksfeste
  • Märkte, gewerbliche Ausstellungen,
  • Freizeitanlagen
  • Diskotheken
  • Tanz und Musik in Gaststätten
  • Sportveranstaltungen einschließlich Pferderennen,
  • Unterhaltungsveranstaltungen wie Theater- und Musikaufführungen
  • Spielhallen, Wettannahme

Wer am Totensonntag trotzdem etwas unternehmen möchte, kann etwa in den Niederlanden einkaufen. Das Outlet-Center Roermond hat zum Beispiel am 24.11.2024 geöffnet.

Herrscht am Totensonntag Tanzverbot? 

Da der Totensonntag in Deutschland zu den stillen Feiertagen zählt, untersagen alle Bundesländer über einen bestimmten Zeitraum öffentliche Veranstaltungen, die nicht dem „ernsten Charakter“ des Tages entsprechen.

Jedoch gibt es je nach Bundesland Unterschiede in der Dauer des jeweiligen Zeitraums. Hier ein kleiner Überblick, welche Regeln in welchem Bundesland gelten:

  • Nordrhein-Westfalen: Tanzverbot von 5 bis 18 Uhr
  • Bayern: Tanzverbot von 2 bis 24 Uhr
  • Hamburg und Bremen: Tanzverbot von 6 bis 17 Uhr
  • Berlin: Tanzverbot von 4 bis 21 Uhr
  • Baden-Württemberg: Tanzverbot von 5 Uhr bis 24 Uhr

Die Regeln für die anderen Bundesländer finden Sie auf den Internetseiten der offiziellen Ämter.

Warum wird erst nach Totensonntag für Weihnachten dekoriert?

Hierbei handelt es sich um ein ungeschriebenes Gesetz der evangelischen Kirche. Denn mit dem Totensonntag endet das alte Kirchenjahr und es wird noch einmal aller Verstorbenen gedacht. Folglich darf erst im neuen Kirchenjahr mit weihnachtlicher Vorfreude begonnen werden. Traditionell startet die Weihnachtszeit in Deutschland mit dem ersten Advent (1.12.) und endet mit dem Tag der Heiligen Drei Könige am 6. Januar.