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Ostereier: Salmonellengefahr beim Auspusten und Bemalen vermeiden

Bunte Eier zu Ostern : Salmonellengefahr beim Auspusten von Eiern vermeiden

In der Corona-Krise wird das Osterfest für viele Menschen anders als gewohnt. An manchen Traditionen kann man trotzdem festhalten. Gerade für Kinder gehören bunte Eier zu Ostern dazu. Familien sollten jedoch auf Hygieregeln achten – wegen der Salmonellen-Gefahr.

Kein Osterfest ohne bunte Eier: Beim Auspusten und Bemalen von rohen Eiern sollten allerdings einige Hygieneregeln befolgt werden, sonst drohen ernsthafte Erkrankungen durch Salmonellen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung gibt Tipps, um dies zu vermeiden.

Salmonellen können vor allem auf der Schale vorkommen, seltener im Innern von Eiern. Werden Eier mit dem Mund ausgepustet, können Salmonellen aufgenommen werden und eine Infektion auslösen. Es kommt zu Durchfallerkrankungen, oftmals verbunden mit Erbrechen und Kopfschmerzen.

Obwohl die Anzahl der gemeldeten Infektionen durch Salmonellen seit einigen Jahren rückläufig ist, erkranken pro Jahr weit mehr als zehntausend Menschen an einer Salmonellose. Die Dunkelziffer dürfte um ein Vielfaches höher liegen. Kinder unter fünf Jahren, ältere und kranke Menschen sind besonders gefährdet. Bei ihnen können Salmonellosen auch deutlich schwerer verlaufen, in Einzelfällen sogar tödlich.

Um eine Salmonelleninfektion zu vermeiden, sollten grundsätzlich nur frische und saubere Eier ausgepustet werden. Die Eier können mit lauwarmem Wasser und etwas Spülmittel abgewaschen werden. Nägel oder Rouladennadeln, mit denen die Eier angebohrt werden, sollten anschließend gründlich gereinigt werden.

Die Eier sollten möglichst gar nicht mit dem Mund, sondern stattdessen mit dünnen Strohhalmen oder Einwegspritzen mit möglichst dicken Kanülen ausgepustet werden. Außerdem gibt es zum Eierauspusten kleine Blasebälge.

Nach der Bastelei sollten die Hände gründlich gewaschen werden. Alternativ und völlig risikofrei können auch hart gekochte Eier oder Eier aus Holz oder Kunststoff bemalt werden.

Auf der Eierverpackung ist das Mindesthaltbarkeitsdatum angegeben. Bis zu diesem Datum garantiert der Hersteller die Haltbarkeit – vorausgesetzt, die Eier werden richtig gelagert. Doch auch nach Ablauf der Mindesthaltbarkeit können Eier in der Regel noch verzehrt werden, wenn sie gut durcherhitzt werden.

Frische rohe Eier lassen sich auch daran erkennen, dass sie in einem Glas mit kaltem Wasser am Boden liegen bleiben. Alte Eier schwimmen hingegen oben. Grund dafür ist die Luftkammer im Ei, die umso größer wird, je älter das Ei ist.

(c-st/AFP)