Gott und die Welt Freude – trotz allem

Meinung | Düsseldorf · Kriege und Krisen machen das Herz schwer. Dem setzt der Advent etwas entgegen. Es ist zugleich die zentrale Botschaft des Christentums.

 Ein Kind freut sich auf Weihnachten. (Symbol, Archiv)

Ein Kind freut sich auf Weihnachten. (Symbol, Archiv)

Foto: Shutterstock/Irina Wilhauk

Der gestrige Sonntag, der traditionell den Namen „Gaudete“ – „Freut euch (im Herrn)“ – trägt, markiert genau die Mitte des Advents. Nicht nur bei den Kindern wächst nun von Tag zu Tag die Vorfreude auf Weihnachten, das Fest der Liebe und des Friedens, der Familie und des Miteinanders, des Schenkens und Beschenktwerdens. Und dennoch will die Weisung des Apostels Paulus „Freut euch“, die er in seinen Briefen wie eine Art roten Faden so oft wiederholt, nicht so recht auf Widerhall stoßen. Können wir uns denn überhaupt freuen im Angesicht so vieler Krisen und Katastrophen, Kriege und Konflikte – in der Welt, in Europa, in unserem Land, in unseren Kirchen und nicht zuletzt auch in uns selbst?