Los: Proteststurm gegen Modehaus "Abercrombie & Fitch"

Los : Proteststurm gegen Modehaus "Abercrombie & Fitch"

Angeles Die Schauspielerin Kirstie Alley ("Kuck mal, wer da spricht!") ist die prominenteste Vertreterin einer Gruppe, die gegen eines der populärsten Modelabels der Welt wettert. Denn "Abercrombie & Fitch" (A&F) hat sich den Zorn vieler US-Amerikaner zugezogen, da Geschäftsführer Mike Jeffries seit Jahren betont, dass die Kleidung seiner Firma "für die coolen Leute ist, die gut aussehend und dünn sind und so weiter".

Angeles Die Schauspielerin Kirstie Alley ("Kuck mal, wer da spricht!") ist die prominenteste Vertreterin einer Gruppe, die gegen eines der populärsten Modelabels der Welt wettert. Denn "Abercrombie & Fitch" (A&F) hat sich den Zorn vieler US-Amerikaner zugezogen, da Geschäftsführer Mike Jeffries seit Jahren betont, dass die Kleidung seiner Firma "für die coolen Leute ist, die gut aussehend und dünn sind und so weiter".

Zwar hat jedes Modelabel ihr Klientel, an das es sich richtet – allerdings hat selten ein hochrangiger Angestellter so offen zugegeben, dass er einige Menschen nicht in seinen Klamotten sehen möchte.

Die 62-jährige Alley, sichtlich und auch nach eigenem Bekunden deutlich übergewichtig, sagte dem Portal "Entertainment Tonight", dass sie nie bei der Marke einkaufen werde. In der Sitcom "Fat Actress" machte sie sich 2005 selbst über ihr Gewicht lustig. In Deutschland hatte Ende 2011 die erste Filiale des Unternehmens in Düsseldorf eröffnet.

Gestern hatte es im Internet einen massiven Proteststurm ("Shitstorm") gegeben. Der US-amerikanische Autor Greg Karber löste die neuerliche Debatte aus. Auch er ist kein Fan des Labels, im Internet präsentierte er sich sogar als Vorkämpfer des Sturms der Entrüstung. Er hatte gelesen, dass das Unternehmen aus Angst um das Image lieber seine Ware verbrennen würde, als sie an Bedürftige weiterzugeben. Daraufhin drehte Karber ein Video, in dem er in Altkleider-Läden A&F-Klamotten kauft und sie an Obdachlose verschenkt. Er fordert andere auf, es ihm gleichzutun. 4,4 Millionen Menschen haben sich das Video bereits angesehen.

(RP)