NSU-Prozess: V-Mann: Beate Zschäpe wollte sich schon 1999 stellen

NSU-Prozess : V-Mann: Beate Zschäpe wollte sich schon 1999 stellen

Der Führer eines V-Mannes berichttete in München, Beate Zschäpe hätte sich vor 15 Jahren der Polizei stellen wollte. Zudem berichtete der V-Mann-Führer darüber, zu wem das NSU-Trio 1999 Kontakte gepflegt hatte.

Der V-Mann-Führer des einstigen Thüringer Neonazis Tino Brandt sagte am Dienstag im NSU-Prozess, der wegen Beihilfe angeklagte Ralf Wohlleben habe den Kontakt zu einem Anwalt für Beate Zschäpe vermittelt.

Der Thüringer Verfassungsschutz hatte 1999 konkrete Informationen darüber, welche Mitglieder der Neonazi-Szene in Jena Kontakte zum untergetauchten NSU-Trio hielten. Dazu zählte der V-Mann-Führer die mitangeklagten mutmaßlichen Helfer im NSU-Prozess und Mitglieder der sächsischen "Blood & Honour"-Szene", bei denen das Trio nach dem Abtauchen Unterschlupf fand. Der NSU soll von 2000 bis 2007 zehn Morde verübt haben. Zschäpe ist Hauptangeklagte im NSU-Prozess.

(dpa)