Der Osten soll aber verschont bleiben: Neue Unwetterserie in Deutschland

Der Osten soll aber verschont bleiben : Neue Unwetterserie in Deutschland

Frankfurt/Main (rpo). Am Dienstag hat der Deutsche Wetterdienst neue Unwetterwarnungen heraus gegeben. Erneut wurden heftige Gewitter, Starkregen, Sturmböen und grober Hagel angekündigt. Der Osten soll diesmal weitgehend verschont bleiben.

Eine neue Unwetterwelle rollt über Deutschland: In Baden-Württemberg gab es am Dienstag bereits heftige Regenfälle und schwere Gewitter. Für Nordrhein-Westfalen, Rheinland- Pfalz, das Saarland und Teile Niedersachsens gab der Deutsche Wetterdienst (DWD) Unwetterwarnungen aus.

Nach Unwettern in Frankreich zog am Nachmittag eine erste Front mit Blitz, Sturm und Regen über Teile Baden-Württembergs hinweg. Ein 20 Jahre alter Waldarbeiter wurde vom Blitz getroffen und schwer verletzt. Nach Polizeiangaben ereignete sich das Unglück bei Breitnau im Hochschwarzwald. In Rottenburg am Neckar überflutete ein Sturzregen rund 100 Keller und Straßen; der Verkehr war behindert. Die Stuttgarter Meteorologen hielten ihre Unwetterwarnung für den Abend und die Nacht aufrecht. Außerdem ereigneten sich wegen der Wasserglätte Autounfälle, bei denen bei Heilbronn auch ein Mensch starb.

Am späten Nachmittag gab es auch heftige Niederschläge in den Gebieten Hohenlohe und Odenwald. Am Flughafen Stuttgart verzeichnete der Deutsche Wetterdienst (DWD) bei einem Gewitter Sturmböen der Stärke 9 (87 Stundenkilometer). Der Unwetterwarnung zufolge werden in den betroffenen Gebieten bis zum Mittwochmorgen heftige Gewitter mit Orkanböen, Hagel und Sturzregen befürchtet. Danach können 20 bis 50 Liter Regen je Quadratmeter niedergehen, vereinzelt sogar über 70 Liter.

Im Südwesten Frankreichs hatten Gewitterstürme bereits am frühen Dienstagmorgen Überschwemmungen ausgelöst und die Stromversorgung tausender Haushalte gekappt. Betroffen waren vor allem die Charentes, die Gironde und die Region Limousin. Allein in der Gironde wurden nach Angaben der Feuerwehr mehr als 5000 Blitzeinschläge registriert. Dort waren kurzfristig 25 000 Haushalte vom Stromausfall betroffen.

In den Niederlanden haben am Dienstag Blitzschläge den Bahnverkehr schwer beeinträchtigt. Zugverbindungen im holländischen Landesteil an der Meeresküste sowie im Osten des Landes nahe der deutschen Grenze waren stundenlang ausgefallen, weil Signale und Weichen auf Grund von Blitzeinschlägen nicht mehr funktionierten.

(RPO Archiv)
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