Shitstorm für T-Shirt mit Huren-Spruch von Sinn Leffers

Sexistischer Spruch : Sinn Leffers entschuldigt sich für "Huren"-Shirt

Vermutlich hat einfach niemand darauf geachtet, was wirklich auf dem T-Shirt steht. Ein Kunde hat bei einem Kleidungsstück von Sinn Leffers allerdings genau hingeschaut – und einen sexistischen Spruch auf einem Shirt entdeckt.

Vermutlich hat einfach niemand darauf geachtet, was wirklich auf dem T-Shirt steht. Ein Kunde hat bei einem Kleidungsstück von Sinn Leffers allerdings genau hingeschaut — und einen sexistischen Spruch auf einem Shirt entdeckt.

"Twinkle, twinkle, little whore, close your legs, they're not a door", steht auf dem Oberteil, zu Deutsch also: "Blinzel, blinzel, kleine Hure, schließe deine Beine, sie sind keine Türe." Ein Kunde hatte das Bild am Mittwoch in einer Mainzer Filiale aufgenommen und bei Twitter hochgeladen.

Bereits am Donnerstag reagierte das Unternehmen "Ich habe die Abteilungsleiter angewiesen, die Produkte einzusammeln und an den Hersteller zurückzuschicken", sagte Geschäftsführer Friedrich-Wilhelm Göbel "Spiegel Online". Er schätzt die Menge der Shirts mit dem Spruch auf 500 in etwa 30 Filialen.

Den Fauxpas erklärte Göbel damit, dass sich um "Fast Fashion" handele, also Mode, die man als Händler für drei bis sechs Wochen im Auftrag des Herstellers präsentiere. "In sehr vielen Fällen bestimmen die Hersteller zu 100 Prozent, welche Produkte angeboten werden", sagte er.

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Auch Zara, Mango und Urban Outfitters irritierten

In den vergangenen Monaten hatten auch andere Mode-Ketten mit ihren Waren für Aufregung gesorgt. Bei Zara sah ein Oberteil für Kinder aus wie eine KZ-Uniform, bei Urban Outfitters erinnerte ein Oberteil an ein Schul-Massaker, und bei Mango sahen viele in den Runen auf einer Bluse ein Nazi-Symbol.

Sinn Leffers ist eines der ältesten deutschen Unternehmen. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts unterhielt der heutige Konzern einen Wanderhandel. Die Hauptverwaltung ist heute in Köln, wo 1850 auch das erste Geschäft eröffnet hatte. 2013 übernahm die Unternehmer-Familie Wöhrl die Anteile, womit sich die Firma auf 60 Modehäuser und 4000 Mitarbeiter erweiterte.

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