Essener Modekonzern Diese Kultmarke aus NRW ist zurück – wann es neue Kleidung gibt

Essen · Bis 2018 sah man die Pullover und Jacken der Essener Marke überall. Nach fast fünfjähriger Pause gibt es nun ein Comeback. Um welche Firma es sich handelt und wann die neue Kollektion erscheint.

Eine Jacke der Modemarke Naketano (Archivfoto).

Eine Jacke der Modemarke Naketano (Archivfoto).

Foto: picture alliance / Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/ZB/Jens Kalaene

Kordeln, die an Seemannstaue erinnern, Anker und Lederpatches: An diesen Markenzeichen konnte man Kleidungsstücke von Naketano erkennen. Das 2005 in Essen gegründete Unternehmen war jahrelang sehr beliebt und wurde in vielen Geschäften verkauft.

Ende 2018 wurde dann völlig überraschend das Aus verkündet. Die Branchenzeitschrift „Textilwirtschaft“ berichtete damals von einem Schreiben von Naketano an seine Einzelhandels-Kunden, in dem die Einstellung des Geschäftsbetriebs mitgeteilt wurde. Die Lieferungen wurden zum 31. Dezember eingestellt, am selben Tag ging auch der Onlineshop offline. Es sei „Zeit für eine Veränderung“, hieß es damals. Die genauen Hintergründe blieben allerdings unklar.

Heute, nach fast fünf Jahren Pause, meldet sich die Essener Modemarke überraschend zurück. „Naketano ist wieder da!“, heißt es auf der Unternehmens-Webseite. Ein Countdown kündigt dort eine neue Kollektion an, die ab Sonntag (3. Dezember) um 18 Uhr bestellbar sein soll. Einige der neuen Produkte hat Naketano bereits bei Instagram vorgestellt.

Die Kleidung trägt wie früher humorvolle Namen. Eine Jogginghose heißt dort „Deine Muttaaa“ und statt Rosa wird die Farbe als „Schmutzmuschi Pink Melange“ bezeichnet. Das schwarze Jogginghosen-Pendant heißt „Schnellbumser“. Eine grau-weiße kurze Hose wird „Heidewitzka, Herr Capitain“ genannt. Der Pullover in derselben Farbe trägt den Namen „Krokettenhorst“.

Ob Naketano damit wieder komplett ins Modegeschäft zurückkehrt, ist bislang unklar. Auf Instagram wird darauf hingewiesen, dass von allen Produkten nur eine „limitierte Menge“ verfügbar sei. Auf seiner Webseite schreibt Naketano zum Comeback: „Vielleicht nur einmal, vielleicht regelmäßig, jedes Mal nur in limitierter Auflage.“

Was jedoch feststeht, ist der Charity-Ansatz der Marke. „Auf jeden Fall für einen guten Zweck“, heißt es online. Die Überschüsse aus den Verkäufen sollen demnach für „Bildungsmaßnahmen und Integration in unsere (Stadt-)Gesellschaft gespendet“ werden und „ein freundliches und tolerantes Miteinander fördern“. Gemeinnützige Institutionen mit Sitz in Essen und Umgebung, die die Ziele des Unternehmens unterstützen, konnten sich um Fördergelder bewerben. Erste Beträge sollen bereits in diesem Monat ausgezahlt werden. Der „WAZ“ teilte Naketano mit, dass es bereits „sehr viele Anfragen“ gegeben habe, unter anderem von Grund- und Gesamtschulen, Sportvereinen und Integrationsvereinen.

(mba)
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