Kritik an "Victoria's Secret": Übergrößen-Models sagen #ImNoAngel

Kampagne gegen "Victoria's Secret" : Normale Frauen wollen keine Engel sein

Die meisten Models auf den Laufstegen dieser Welt sind deutlich dünner als die meisten anderen Frauen. Bestes Beispiel: die "Victoria's Secret Angels". Die US-Übergrößenmarke "Lane Bryant" will dem jetzt etwas entgegen setzen und lässt Models in die Kamera sagen: Wir sind keine Engel!

"Wollt ihr meine Mädels treffen? Ein Wort: Sexy!" So beginnt das neue Kampagnenvideo von "Lane Bryant". Im Anschluss zu sehen: Schöne Frauen, die aber etwas mehr auf den Hüften haben als die Models von "Victoria's Secret". Eine sagt: "Wie langweilig wäre es, wenn wir alle gleich wären?"

Die Kampagne fordert dazu auf, dass auch andere Frauen, die "sexy neu definieren", ein selbstbewusstes Zeichen setzen und ein Bild von sich unter dem Hashtag #ImNoAngel online stellen. Das selbsterklärte Ziel: Deutlich machen, dass Frauen auch sexy sein können, wenn sie nicht dünn sind. Der nette Nebeneffekt für das Label: So machen diese Frauen gleichzeitig auch Werbung für die Modekampagne.

Viele Nutzerinnen stört das offenbar nicht und so posten viele Selfies von sich. "Perfekt wird überbewertet", schreibt dazu etwa eine Nutzerin. Andere schreiben: "Schönheit hat nichts mit der Wäschegröße zu tun!"

Trying to be perfect is a waste of time. #ImNoAngel and that's what I love about myself. @lanebryant @Refinery29 pic.twitter.com/4Zi7gshcdq

Die Kampagne wird von einigen aber durchaus auch kritisch gesehen. Sie sagen: Um Schönheit in allen Größen zu propagieren, müssen dünnere Frauen wie die Models von "Victoria's Secret" nicht schlecht geredet werden.

@danielle_stine How confident is the #ImNoAngel campaign if it needs to take cheap shots at other body types?

So scheint am Ende klar zu sein: Schönheit hängt wirklich nicht mit der Größe zusammen. Am Ende bleibt die #ImNoAngel-Kampagne aber eben doch Werbung für die eigene Marke.

(RPO. HeBu)
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