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Zwölf Stunden eingesperrt: Zu dick für südafrikanische Höhle

Zwölf Stunden eingesperrt : Zu dick für südafrikanische Höhle

Eine extrem übergewichtige Frau ist in Südafrika in einer Höhle steckengeblieben. Dadurch wurden 23 weitere Touristen dazu verurteilt, über zwölf Stunden unter der Erde zuzubringen. Keiner der Höhlenführer, die teilweise schon mehr als 40 Jahre auf dem Buckel haben, konnte sich an ein ähnliches Ereignis erinnern.

Die Frau verkeilte sich am Neujahrstag kurz nach Mittag in der Touristenattraktion "Tunnel of Love" in der Western-Cape-Provinz. Erst mit Hilfe eines Flaschenzuges und flüssigem Paraffin als Gleitmitteil konnte sie kurz vor Mitternacht schließlich befreit werden, wie Höhlen-Manager Hein Gerstner am Dienstag berichtete.

"Sie hatte wirklich einen ziemlichen Umfang", sagte Gerstner der Nachrichtenagentur AFP. Die Besucherin sei am Ticketschalter und vom Höhlenführer vor möglichen Problemen wegen ihres Körperumfangs gewarnt worden, habe aber trotzdem unbedingt in die Grotte gehen wollen.

Rettungshelfer aus zwei benachbarten Städten und ein privater Rettungsdienst wurden zur Hilfe gerufen. Die 23 Touristen, die hinter der Frau in der Höhle gefangen waren, wurden mit Decken, Schokolade und Trinkwasser versorgt. Die Übergewichtige kam nach ihrer Befreiung zunächst ins Krankenhaus. Es sei keine Seltenheit, dass jemand für kurze Zeit in dem engen Höhlensystem stecken bleibe, sagte Gerstner. "Aber das war schon ungewöhnlich." Keiner der Führer, die teilweise schon mehr als 40 Jahre in den Cango-Caves arbeiteten, habe jemals etwas Derartiges erlebt.

(afp)