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Präsidentengattin in Doha: Was Bettina Wulff in der Wüste trägt

Präsidentengattin in Doha : Was Bettina Wulff in der Wüste trägt

Selbst unter schwierigen Bedingungen bewahrt Bettina Wulff stets Contenance. So ließ sich die Gattin des Bundespräsidenten Christian Wulff, bis heute auf einer sechstägigen Reise durch die Golfregion unterwegs, von einem Unfall ihres Delegationsfahrzeuges in Doha, der Hauptstadt des Emirats Katar, nicht beeindrucken.

Der Wagen, besetzt mit Pressevertretern, war von einem anderen Fahrzeug gerammt worden. Niemand wurde verletzt. Bettina Wulff besuchte derweil ein Behindertenheim — und lieferte einen souveränen Auftritt.

Dies lag nicht zuletzt an ihrer Geschmackssicherheit in Kleiderfragen. Ob an der Seite von Scheicha Mouza, der Ehefrau von Scheich Hamad Bin Chalifa al-Thani, oder im Gespräch mit Studentinnen der Zayed-Universität von Abu Dhabi, die Frau des Bundespräsidenten blieb ihrem Stil treu. Sie trug gleichermaßen figurbetonte wie elegante Kleider und Kostüme mit bedeckten Knien als respektvolles Zugeständnis an die Landessitten.

In der Sultan-Qabus-Moschee in Maskat, Oman, kam ein luftiger, sandfarbener Schleier zum Einsatz. Schulterfrei zeigte sich die 38-Jährige ohnehin nicht, zum einen, weil auch das für Frauen im Islam nicht statthaft wäre, zum anderen, um ihr Tattoo auf dem rechten Oberarm zu verbergen.

Abgesehen vom leuchtenden Violett ihres Satinkleides bei ihrer Ankunft im Oman wählte Wulff gedeckte Farben, etwa ein mattes Blau. Auch bei den Schuhen achtete sie darauf, es mit der Absatzhöhe nicht zu übertreiben — insgesamt eine gelungene Mischung, die modern anmutete und einen dezenten Sex-Appeal ausstrahlte, ohne im anderen Kulturkreis Anstoß zu erregen.

Wulff wurde damit ihrer Rolle als Gattin des deutschen Bundespräsidenten gerecht, der mit seiner Reise zwischen Christentum und Islam, zwischen dem Westen und Arabien vermitteln will.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Bettina Wulff - Stilsicher im Orient

(RP/rm)