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Warren Buffett macht sich zum 87. Geburtstag ein Milliarden-Geschenk

Legendärer US-Investor : Warren Buffett macht sich zum Geburtstag ein Milliarden-Geschenk

An seinem 87. Geburtstag dürfte Warren Buffet viele Geschenke erhalten haben. Aber das wertvollste dürfte er sich selbst gemacht haben – sein Vermögen ist dadurch um elf Milliarden Dollar größer geworden.

An seinem 87. Geburtstag dürfte Warren Buffet viele Geschenke erhalten haben. Aber das wertvollste dürfte er sich selbst gemacht haben — sein Vermögen ist dadurch um elf Milliarden Dollar größer geworden.

Wenn man eh fast 77 Milliarden Dollar auf dem Konto hat, dann kommt es auf eine Milliarde mehr oder weniger nicht mehr an. Wenn das Vermögen aber sozusagen in einem Augenblick um ein Sechstel steigt, ohne dass man in dieser Sekunde einen Handschlag dafür getan hat, nimmt das auch ein Warren Buffett zur Kenntnis.

Elf Milliarden Dollar Buchgewinn hat der zweitreichste Mann der Welt dadurch eingestrichen, dass er Vorzugsaktien der Bank of America in reguläre Aktien getauscht hat. Erstere hat er für fünf Milliarden gekauft, letztere sind gerade 16 Milliarden wert. Zum Freundschaftspreis ist er damit zum größten Aktionär der US-Bank geworden — sein Vermögen ist nebenbei um rund elf Milliarden Dollar größer geworden. Ein nettes Geschenk für den Investor an seinem 87. Geburtstag am Mittwoch.

Und ein gutes Geschäft. Das wundert nicht bei einem Mann, der als Sohn eines Wall-Street-Brokers geboren wurde. Damit ist einem zwar gigantischer Wohlstand nicht in die Wiege gelegt, aber das Gefühl für einen guten Deal, wie es Donald Trump gern formuliert, ist da stärker ausgeprägt. Andererseits hat Buffett früher Cola-Six-Packs verkauft und als Zeitungsbote gejobbt. Er weiß, wie sich Kleingeld anfühlt.

Dass der Multimilliardär so viel in seinem Leben verdient hat, mag man günstigen Umständen, dem Zufall oder dem Glück zuschreiben. Aber vermutlich auch der Tatsache, dass sein unter dem Namen Berkshire Hathaway firmierendes Imperium, in dem große Teile seines Vermögens liegen, seine Investment-Entscheidungen nach dem einfachen Grundsatz: "Wir investieren nur in Unternehmen, deren Geschäftsmodell wir auch verstehen" trifft. Das kann nicht jeder Investor sagen.

Vor elf Jahren hat der dreifache Vater angekündigt, 85 Prozent seines Vermögens nach und nach an fünf Stiftungen verschenken zu wollen. Eine Einstellung, die seine Kinder offenbar auch verinnerlicht haben. Die engagieren sich — auch mit den Milliarden des Vaters — gegen Armut, für Bildung, für Frauenprojekte.

(RP)