Verletzung der Persönlichkeitsrechte: Uschi-Glas-Prozess gegen das Land Berlin verschoben

Verletzung der Persönlichkeitsrechte: Uschi-Glas-Prozess gegen das Land Berlin verschoben

Berlin (rpo). Die gerichtliche Auseinandersetzung zwischen Uschi Glas und dem Land Berlin ist vom 5. auf den 26. Juli verschoben worden. Das teilte der Anwalt der Schauspielerin, Markus Roscher, mit. Ein Berliner Polizeibeamter soll sich bei Ermittlungen gegen Porno-Anbieter mit den persönlichen Daten der Schauspielerin auf Sex-Seiten im Internet angemeldet haben.

Glas hatte das Land Berlin daher wegen Verletzung ihrer Persönlichkeitsrechte auf 20 000 Euro Schmerzensgeld verklagt. Der Polizist benutzte laut Roscher die Ausweisnummer der Schauspielerin, deren Pass in einer Schweizer Illustrierten abgebildet war. Die Ermittler hätten damit beweisen wollen, dass man sich "mit jedermanns Daten" auf den entsprechenden Seiten registrieren und die Sex-Inhalte konsumieren könne, sagte Roscher.

Seinen Angaben zufolge war seine Mandantin zu einem außergerichtlichen Vergleich bereit, um weitere Schlagzeilen in diesem Fall zu vermeiden. "Man hätte sich auch auf die Hälfte der Summe einigen können", sagte er. Das Land Berlin habe das Vergleichsangebot jedoch abgelehnt. Wegen Terminschwierigkeiten des Vertreters der Gegenseite finde der Prozess nun drei Wochen später als ursprünglich geplant vor dem Berliner Landgericht statt. Glas werde nicht persönlich erscheinen. Das geforderte Schmerzensgeld wolle sie spenden.

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Am 5. Juli wird Anwalt Roscher dafür Benjamin Tewaag, den Sohn von Uschi Glas, vor dem Berliner Amtsgericht vertreten. Die Staatsanwaltschaft hatte den 29-Jährigen wegen Amtsanmaßung und Missbrauchs von Notrufen beim Produzieren von Fernsehsketchen angeklagt. 10 der 16 Anklagepunkte wurden inzwischen fallen gelassen.

(afp)
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