Persönliche Gegenstände verscherbelt: U2 verklagt "geschäftstüchtige" Stylistin

Persönliche Gegenstände verscherbelt : U2 verklagt "geschäftstüchtige" Stylistin

Dublin (rpo). Die irische Rockband U2 verklagt ihre frühere Stylistin. Lola Cashman soll ihrem Namen alle Ehre gemacht und versucht haben, Dinge aus dem persönlichen Besitz der Band zu verkaufen. Cashman behauptet, sie habe die Gegenstände als Geschenk erhalten. Die U2-Mitglieder bestreiten das.

Sänger Bono sagte vor Gericht in Dublin, er sei "traurig und angewidert" gewesen, als er erfahren habe, dass Cashman persönliche Gegenstände von ihm verkaufen wollte. Cashman hatte 2002 versucht, einen Cowboy-Hut, ein Sweat-Shirt, Hosen und Ohrringe zu versteigern, die Bono während der "Joshua Tree"-Tour 1987 getragen hatte.

Bono wies Cashmans Aussage zurück, er habe ihr die Dinge geschenkt. Der Cowboy-Hut sei in den späten 80ern ein Symbol für U2 gewesen. Langjährige Mitarbeiter der Gruppe sagten aus, die Bandmitglieder hätten noch nie Teile ihrer Garderobe verschenkt. Cashman sagte jedoch dem Gericht, Bono habe ihr nach einem Konzert in Arizona im Dezember 1987 den Hut und die Ohrringe geschenkt.

Streit um Honorare

Die Anwälte von U2 hatten die Versteigerung gestoppt, indem sie dem Auktionshaus Christie's mitteilten, Cashman sei nicht die Eigentümerin. Sie verklagte die Band daraufhin wegen Verleumdung.

Die Beziehungen zwischen der Band und der Stylistin sind seit 1988 gespannt, als sich beide Seiten um die Höhe von Cashmans Rechnungen stritten.

Im Jahr 2004 veröffentlichte sie das Buch "Inside the Zoo With U2: My Life With the Worlds Biggest Rock Band". Darin erzählte sie, wie sie das Styling der Band veränderte und berichtete von Bonos Versuch, seine mangelnde Körpergröße zu verstecken. U2 sind derzeit auf Welttournee und spielten am Montagabend in Dublin vor 80.000 Menschen.

(ap)
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