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Til Schweiger: Keine Ermittelungen wegen Volksverhetzung von der Staatsanwaltschaft

Anzeige wegen Volksverhetzung : Staatsanwaltschaft: Keine Ermittlungen gegen Til Schweiger

Die Kölner Staatsanwaltschaft nimmt keine Ermittlungen gegen den Schauspieler Til Schweiger wegen seiner Äußerungen in einer Talkshow auf. Es ging um Äußerungen des 51-Jährigen in der ARD-Sendung vom 18. August, zu den Protesten vor einer Flüchtlingsunterkunft im sächsischen Freital.

Eine Privatperson aus Münster hatte danach Anzeige wegen Volksverhetzung erstattet. Doch am Montag sagte ein Behördensprecher in Köln: "Wir haben keinen Anhaltspunkt für ein Verhalten von strafrechtlicher Relevanz gefunden".

Die Anzeige war in Hamburg eingegangen und zuständigkeitshalber an die Kölner Behörde weitergeleitet worden. Der Anzeigeerstatter sei vom Ergebnis der Prüfung informiert worden, sagte der Kölner Oberstaatsanwalt Ulf Willuhn.

Schweiger hatte gesagt: "Ich glaub' noch nicht mal, dass ein Politiker nach Freital gehen muss. Das würde reichen, wenn die einfach zwei Hundertschaften dahinschicken und die Leute einkassieren und sagen: "Heute Nacht bleibt ihr mal im Knast, denkt mal ein bisschen darüber nach, was ihr hier macht und morgen kommt ihr nicht mehr hierher." Später hatte Schweiger auf die Anzeige gegen reagiert: "Wenn es nicht so dreist wäre, wärs' ja fast schon wieder lustig." Nun würden dafür aber Steuergelder verschwendet.

Mit welchen weiteren Sätzen Schweiger für Furore gesorgt hat, lesen Sie hier.

Weitere Informationen zum Flüchtlingsandrang in unserem Dossier.

Hier geht es zur Infostrecke: Til Schweiger: Mit diesen Sätzen sorgt er für Furore

(dpa)