Eheprobleme, Scheidung, Drogen Rapper Sido für mehrere Wochen in der Psychiatrie

Berlin · Rapper Sido erreichte während der Corona-Pandemie in den vergangenen beiden Jahren einen regelrechten Tiefpunkt. Von der Drogensucht über die Scheidung ging es für ihn bis in die psychiatrische Klinik. Und das offenbar gerade noch rechtzeitig.

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Foto: Ilgner Detlef (ilg)/Ilgner,Detlef (ilg)

Wie die „Spiegel“-Autorin Nora Gantenbrink in ihrem Artikel „Mensch, Paul“ berichtet, habe sich Rap-Legende Sido (mit bürgerlichen Namen Paul Würdig) auf Drogen ins Eheaus befördert. Im März 2022 fasste er schließlich den Entschluss sich in eine psychiatrische Klinik zu begeben und professionelle Hilfe anzunehmen.

Dabei haben die Probleme schon zu Beginn der weltweit um sich greifenden Corona-Pandemie vor zweieinhalb Jahren begonnen. Sido trudelte in dieser Zeit in eine Negativ-Spirale aus Drogenkonsum, Eheproblemen und Verwahrlosung. Schließlich wurde er nach acht Jahren Ehe von seiner Frau Charlotte Würdig rausgeworfen, was er selbst aber nachvollziehen könne. Im März 2020 gab das Paar dann offiziell seine Trennung bekannt, Ende Oktober 2022 sollen die Scheidungspapiere unterzeichnet worden sein.

Der Rapper konsumierte „Pillen, Liquid Ecstasy, Speed“ und das oftmals „bis zur Bewusstlosigkeit“. Als größte Versuchung nennt er gegenüber dem „Spiegel“ Kokain. Dies hielt die Beziehung offenbar nicht aus und auch Sido selbst ging dabei bis an die Grenzen.

„Ohne den Entzug und die körperlichen Checks in der Klinik hätte ich diesen Sommer vermutlich nicht überlebt“, erklärt er. So waren auch Kollegen und Freunde in großer Sorge um den 41-Jährigen. Rapper Kool Savas etwa habe in einer Sprachnachricht an Sido „fast geweint“. Siggi, ich mach mir richtig Sorgen um dich, habe Savas gesagt. Der Wendepunkt für den Rapstar: Im Anschluss begibt sich Sido im März 2022 in eine psychiatrische Klinik. Der körperliche Entzug soll dort eine Woche gedauert haben, doch die psychische Abhängigkeit der gefährlichen Substanzen war die eigentliche Herausforderung. „Die Substanz war aus meinem Körper raus. Aber das Verlangen danach nicht“, so Sido in dem Artikel.

Sein kommendes Album „Paul“ soll nun Einblick in diese äußert turbulente und schwierige Zeit des Rappers und richtet sich auch gegen Sido selbst. Erste erschienene Singles sind „Versager“ und „Medizin“ und „Liebst du mich“.

(joko)
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