Prinz Harry feiert Geburtstag - doch die Royal-Fans kritisieren ihn

Harry und Meghan in der Kritik : Prinz Harry wird 35 – die Royal-Fans sind trotzdem enttäuscht

Sie galten als Traumpaar, doch Harry und Meghan stehen inzwischen zunehmend in der Kritik. Denn sie räumen ihrer Privatsphäre sehr viel Raum ein – etlichen Royal-Fans ist das zu viel.

Prinz Harry und Herzogin Meghan setzen im Vereinigten Königreich zweifellos Akzente. Locker kommen sie daher, engagieren sich beide stark im sozialen Bereich und scheinen keine Berührungsängste zu haben. Doch auf der anderen Seiten fordern Harry, der am Sonntag (15. September) 35 Jahre alt wird, und Meghan (38) so viel Privatsphäre ein wie kaum ein anderes Mitglied des Königshauses. Das ärgert viele eingefleischte Royal-Fans sehr.

Vor allem zwei Ereignisse haben die Kritiker in den vergangenen Monaten auf die Palme gebracht. Als Meghan im Juli beim Tennis-Grand-Slam-Turnier in Wimbledon, wo auch ihre Freundin Serena Williams spielte, überraschend auftauchte, gab es Verärgerung. Denn Sicherheitskräfte untersagten britischen Medien zufolge dem Publikum, die Herzogin zu fotografieren. Gleichzeitig konnten aber Millionen Menschen Meghan in Wimbledon im Fernsehen sehen.

Zu privat war Anfang Juli auch die Taufe von Archie, des ersten Kindes von Harry und Meghan, wie Kritiker finden. Mit etwa 25 Gästen feierte das Paar den kleinen Archie Harrison Mountbatten-Windsor in einer kleinen Kapelle im Schloss Windsor. Die Gästeliste blieb bis zuletzt geheim, ebenso wie die Namen der Taufpaten. Nur zwei Fotos, die der Buckingham-Palast später veröffentlichte, gaben Einblicke.

Die Taufe im kleinen Kreis sei ein Traditionsbruch gewesen, schrieb der „Daily Mirror“. Fans waren enttäuscht, dass es vor oder nach der Feier in der Kapelle keinen öffentlichen Auftritt der Familie gab.

„Ich akzeptiere, dass es sich um eine private Zeremonie in einer privaten Kapelle handelt, aber die verstorbene Prinzessin Diana hätte gewollt, dass Prinz Harry näher bei den Leuten ist“, sagte Royal-Fan Jon Loughrey. „In einem Moment wollen sie die Royals sein, im nächsten wollen sie es nicht mehr“, sagte Anne Daley, die mit selbst gebackenem Kuchen extra nach Windsor gekommen war.

„Harry und Meghan wollen keine Privatsphäre, sie wollen ein privates Leben in der Öffentlichkeit - niemand hat ein Recht darauf“, kritisierte die Zeitung „The Times“. Die Royals hätten bereits sehr viel Privatsphäre, sogar mehr als der Durchschnittsbürger. „Niemand weiß, wohin sie in den Urlaub fahren oder wo sie sind, wenn sie nicht gerade ihren Pflichten nachkommen.“ Das Blatt bezeichnete Archies Taufe als „düstere kleine Versammlung von Prominenten“ und eine „PR-Katastrophe“. Genau so sollte eine Taufe aber nicht sein.

Irgendwie scheinen Harry und Meghan es niemanden recht machen zu können. Die kleine Familie lebt inzwischen nicht mehr in der Nähe des Kensington-Palastes mitten in London, sondern im geräumigeren Frogmore Cottage auf dem Gelände von Schloss Windsor.

Auch für die hohen Sanierungskosten des alten Gebäudes steht das Paar in der Kritik. Die umweltschädliche Nutzung von Privatjets wird ihnen mitten in den Klima-Debatten ebenfalls vorgehalten. Prinz William und seine Kate punkten dagegen in den britischen Medien, weil sie Linienflüge nutzen und dadurch weniger das Klima schädigen.

Britische Medien spekulieren, dass Harry und Meghan zeitweise Großbritannien verlassen könnten: Vielleicht ziehen sie nach Afrika? Dieser Kontinent hat es sowohl Harry als auch Meghan angetan. Sie unterstützen dort Projekte. Und bei einer Afrika-Reise waren sich die beiden nach eigenen Angaben auch näher gekommen. „Wir kampierten unter den Sternen“, schwärmte der Prinz.

Bereits im kommenden Herbst wollen sie zusammen mit Archie auf eine Reise nach Südafrika gehen. Harry will auch Angola, Malawi und Botsuana einen Besuch abstatten.

(anst/dpa)
Mehr von RP ONLINE