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Philip Seymour Hoffman: Heroin war nicht mit Fentanyl gestreckt

Schauspieler wird in New York beerdigt : Philip Seymour Hoffman: Heroin war nicht mit Fentanyl gestreckt

Nach dem Tod von Oscarpreisträger Philip Seymour Hoffman haben Ermittler weitere Details über die letzten Stunden seines Lebens preisgegeben. Dem im Haus des Schauspielers gefundenen Heroin war nicht der Zusatzstoff Fentanyl beigemischt, wie ein Polizeisprecher am späten Dienstagabend (Ortszeit) mitteilte.

Das synthetische Schmerzmittel wird bei Drogenmissbrauch oft zum Strecken von Heroin verwendet und bewirkt eine verstärkte Rauscherfahrung. Der Stoff wurde mit allein 22 Todesfällen durch Überdosis im Westen von Pennsylvania in Verbindung gebracht.

Ermittler fanden zudem heraus, dass Hoffman einen Tag vor seinem Tod in einem Supermarkt in der Nähe seiner Wohnung an Geldautomaten sechs Transaktionen im Umfang von insgesamt 1200 Dollar ausführte.

Sein Assistent hatte den 46-jährigen Schauspieler am Sonntag tot im Badezimmer seines New Yorker Apartments aufgefunden. Neben einer Nadel und einem verkohlten Löffel wurden dort mehr als 50 kleine Plastikumschläge mit Heroin entdeckt. Die genaue Todesursache stehe noch nicht fest, sagte eine Sprecherin der Gerichtsmedizin. Doch sei von einer Überdosis auszugehen.

Hoffman soll in New York im Kreis von "Familie und engen Freunden" beigesetzt werden. In einer Mitteilung der Sprecherin des am Sonntag gestorbenen Schauspielers gab es aber keinen Hinweis auf einen möglichen Termin.

Zudem gab die Sprecherin am Dienstag bekannt, dass eine weitere Trauerfeier zu einem späteren Zeitpunkt in New York geplant sei.

Statt Blumen wünsche sich die Familie Spenden für zwei Wohltätigkeitsorganisationen, die Hoffman am Herzen lagen. Es handelt sich dabei um eine Kunstinitiative für junge Leute ("The DreamYard Project") und die "Christopher and Dana Reeve"-Stiftung, die sich für Querschnittsgelähmte einsetzt.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Die Karriere des Philip Seymour Hoffman

(dpa)