Peaches Geldof nahm Heroin vor Tod: Zwischen Genie und Wahnsinn

Peaches Geldof nahm Heroin vor Tod : Zwischen Genie und Wahnsinn

Peaches Geldof war weit mehr als ein einfaches It-Girl: Sie war eine Intellektuelle, die bereits im Teenageralter Karriere machte. Aber wie schon ihre Mutter konnte sie den Drogen nicht widerstehen.

Peaches Geldof erlangte schon früh Bekanntheit. Mit 15 Jahren schrieb sie erste Texte für das Magazin "Elle Girl", eine politische Kolumne beim "Guardian" folgte. Bekannt wurde sie als Fotomodell und Fernsehmoderatorin. Bei der London Fashion Week 2007 lief sie über den Laufsteg und war ebenfalls bekannt als das Gesicht der australischen Modelinie Dotti.

2005 schrieb und produzierte sie ihre eigene Reality-Show "Teenage Mind", es folgte das Format "Peaches Geldof — Teen America". Peaches war offiziell ein Glamour-Mädchen, ein sogenanntes It-Girl. Inoffiziell war sie weitaus mehr.

"Sie war die Wildeste, Lustigste, Schlaueste, Geistreichste und Verrückteste von uns allen", erklärte ihr Vater Bob Geldof kurz nach dem überraschenden Tod der 25-Jährigen.

Wieder sind es die Drogen

Aber wie so häufig bei Künstlern hatte die zweifache Mutter auch ihre Schwächen, denen sie offenbar hilflos ausgeliefert war. Die Polizei erklärte nun, dass die Verstorbene vor ihrem Tod Heroin genommen habe. Vermutlich ist sie sogar an einer Überdosis gestorben. Genauso wie ihre leibliche Mutter Paula Yates vor vierzehn Jahren.

Die Heroin-These stützt sich jedoch bislang nur auf einen Bluttest — nicht genug für die abschließende gerichtliche Untersuchung. Die wurde daher auf Ende Juli vertagt.

Parallelen zu dem Tod von Hollywood-Star Philip Seymour Hoffman tun sich nach den neuesten Informationen auf, er starb an einem Drogenmix aus Heroin, Kokain, Amphetamin und Benzodiazepinen. Er hinterließ sogar drei Kinder.

Während sich der Fall Hoffman aber recht schnell offenbarte, gibt es bei Geldof einige Ungereimtheiten. Das größte Rätsel: Warum wurden keine Drogen gefunden, als die Polizei im Haus eintraf? Die Ermittler erhoffen sich Antworten sobald sie den Dealer gefunden haben.

Diese bürokratischen Stolpersteine ändern jedoch nichts an der Tatsache, dass sich im April eine menschliche Tragödie abgespielt hat. Kurz vor ihrem Tod erklärte Geldof noch: "Jetzt, wo ich selber Mutter bin kann ich diese schrecklichen Teile meiner Kindheit korrigieren. Es ist wirklich ein Heilungsprozess. Davor lebte ich nicht im Frieden mit mir selber, ich war einfach zu traumatisiert. Das ist der Grund, warum ich ein so chaotisches Leben gelebt habe. Mit den Kindern kann ich die Situation jetzt heilen." Offenbar war das doch nicht der Fall.

(cfk)
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