Top-Model berichtet über Unicef-Reise: Padberg und Kinder? "Schau'n mer mal"

Top-Model berichtet über Unicef-Reise : Padberg und Kinder? "Schau'n mer mal"

Man mag nicht meinen, dass da vorne ein international erfolgreiches Top-Model steht, wenn Eva Padberg über ihre Reise für das Kinderhilfswerk Unicef nach Kambodscha berichtet. Vielmehr wirkt die 33-Jährige wie eine Freundin, die über ihre Reise plaudert, von der sie gerade erst zurückgekommen ist.

Sie lächelt, wenn sie die Bilder sieht und sich an die Menschen erinnert, sie stützt sich auf dem Pult ab, wenn sie zu ihren Zuhörern spricht, sie schaut ernst, wenn sie darauf hinweist, dass jedes zweite Kind in Kambodscha kein sauberes Trinkwasser hat.

Foto: dpa, Britta Pedersen

Seit dem vergangenen Jahr ist Eva Padberg offiziell Unicef-Botschafterin, neben Hollywood-Stars wie Sarah Jessica Parker und Angelina Jolie, Ex-James-Bond-Darsteller Pierce Brosnan und Fußballtrainer-Legende Sir Alex Ferguson. Für das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen war sie bereits in den vergangenen Jahren in Burkina Faso und Ruanda, Georgien und Kambodscha. Bei einem Pressetermin in Mülheim nahm sie nun stellvertretend für Unicef eine Spende in Höhe von 159.063,75 Euro von der Supermarktkette Kaiser's Tengelmann entgegen.

Foto: dpa, Jörg Carstensen

Model "verknallt" sich in Jungen aus Kambodscha

Auf ihrer letzten Reise in Asien hat sie sich sogar ein bisschen "verknallt", wie sie selbst sagt — und zwar in einen 15 Monate alten Jungen. "Er heißt Panda Sak, und er ist zaubersüß", sagt sie. Wann die 33-Jährige und ihr Mann, der Musiker Niklas Worgt, Nachwuchs planen, will sie aber noch nicht verraten. "Schau'n mer mal", antwortet sie. Derzeit renoviert das Paar, das sich seit der gemeinsamen Zeit auf dem Gymnasium kennt und seit 1996 ein Paar ist, ein schmuckes Häuschen, als Landwohnsitz neben ihrer Wahlheimat Berlin. Auf ihrem Facebook- und Twitter-Account kann man die Umbaumaßnahmen verfolgen.

Wann sie ihre nächste Reise für Unicef antritt, steht noch nicht fest — allerdings ist das Model, das auch in Filmen wie "Wickie auf großer Fahrt" oder "Rubbeldikatz" mitspielte, von ihren bisherigen Reisen begeistert. "Ich bin beeindruckt von den Menschen, die ich dort treffe." Dass Eva Padberg ein Top-Model ist, wissen die Familien in Burkina Faso und Ruanda, Georgien und Kambodscha nicht. "Wenn sie mich fragen, was ich mache, versuche ich zwar, es zu erklären", sagt sie. "Aber der Beruf des Models ist in ihrer Welt ganz weit weg."

Dennoch freuten sich die Einwohner über den Besuch aus der westlichen Welt, der so ganz anders aussieht. "Die haben sich über meine helle Haut und meine lange Nase kaputtgelacht", erzählt Eva Padberg. "Die haben mir auch immer auf die Nase gezeigt und mir zu verstehen gegeben, dass die schon recht lang ist." Das Model trug es mit Fassung.

In Kambodscha ging es Eva Padberg darum, für das Projekt "Wasser wirkt" zu werben. "Ich habe mich darüber informiert, wie Kinder mit sauberem Trinkwasser versorgt werden", berichtet sie. Vor Ort in Phnom Penh hat sie bei ihrem viertägigen Besuch in einem Slum und zwei Grundschulen erfahren, dass viele Kinder aufgrund von Durchfall sterben, nachdem sie sich an dreckigem Trinkwasser infiziert haben. "So etwas kann man sich in Deutschland gar nicht mehr vorstellen."

(spol)
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