Regisseur Paul Haggis : Oscar-Preisträger verlässt Scientology wegen Homo-Ehe
Berlin (RPO). Regisseur Paul Haggis ("L.A. Crash") hat nach 35 Jahren die umstrittene Organisation Scientology verlassen. Der zweifache Oscar-Preisträger begründete den Schritt unter anderem mit der Ablehnung der Homo-Ehe durch Scientology.
Die Kampagne für die Abschaffung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften in Kalifornien sei ein Zeichen von "Bigotterie und Intoleranz, Homophobie und Angst", hieß es in einem Brief des Filmemachers, den die einstige Scientology-Führungskraft Mark Rathbun auf seinem Blog veröffentlichte.
Der 56-Jährige führte auch persönliche Gründe für seinen Ausstieg an. Seine Ehefrau habe auf Druck der Organisation den Kontakt zu ihren Eltern, einstigen Scientology-Mitgliedern, abbrechen müssen. Haggis sprach von einer "moralisch verwerflichen" Anordnung.
Der Filmemacher hatte 2006 zwei Oscars für sein Drama "L.A. Crash" erhalten. Haggis ist auch ein gefragter Drehbuchautor, der unter anderem auch an den Bond-Filmen "Casino Royale" und "Ein Quantum Trost" beteiligt war.